Vom Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (BPA) gibt's Applaus. "Die Landesregierung hat das drängendste Problem für Pflegebedürftige und ihre Familien erkannt und handelt. Denn es ist oftmals nicht das Geld, das fehlt, sondern es sind die Strukturen der pflegerischen Versorgung", sagt Landesvorsitzender Kai Kasri. "Wer keinen Pflegedienst, keine Tagespflege oder kein Pflegeheim mehr findet, kann auch das bayerische Pflegegeld nicht ausgeben."
Kritik kommt hingegen von der VDK-Landesvorsitzenden Verena Bentele. "Für Leistungsbeziehende ist dieses geplante Manöver eine finanzielle Kürzung, was angesichts eines ohnehin sehr schmalen Budgets bei Pflegebedürftigkeit ein weiterer Tiefschlag für die Familien wäre. Betroffene bekämen weniger Geld und sollten auf die künftige Bildung neuer Strukturen hoffen, von denen viele wegen ihres fortgeschrittenen Alters gar nicht mehr profitieren würden.
Beim Landespflegegeld handelt es sich um eine zusätzliche soziale Leistung, die Bayern in Zeiten sprudelnder Steuereinnahmen eingeführt und bis heute beibehalten hat.
