Der Landespflegerat räumt ein, dass eine Pflegekammer nach der gescheiterten Mitgliederbefragung in Baden-Württemberg augenblicklich nicht durchsetzbar ist. Eine erneute Kammergründung sei "weder aktuell noch in den kommenden Jahren ein realistisches Szenario", so Brosende.
Dennoch brauche die Pflege eine eigene institutionelle Vertretung. Der Landespflegerat schlägt alternative Modelle vor, etwa eine Körperschaft des öffentlichen Rechts oder eine Organisation mit übertragenen hoheitlichen Aufgaben. Auch ein verbindliches Berufsregister für Pflegefachpersonen gehört zu den Vorschlägen.
Ohne Selbstverwaltung würden wichtige Entscheidungen weiterhin ohne die Profession getroffen, so Brosende. Es sei wichtig, Qualitätssicherung, Weiterbildung und berufspolitische Interessen stärker in die Hände der Pflege zu legen.
Kirsten Gaede
