News für das Pflegemanagement

Pflegeheime Esslingen setzen auf Solarenergie

Die Städtischen Pflegeheime Esslingen bauen ihre eigene Stromversorgung aus. In Berkheim deckt eine Photovoltaikanlage bereits rund ein Viertel des jährlichen Strombedarfs, eine zweite Anlage läuft am Pflegeheim Obertor. Geschäftsführer Thilo Naujoks (2. von links) sieht darin neben dem Klimaschutz einen Weg, Energiekosten zu senken – und Photovoltaik ohne staatliche Förderung zu finanzieren.

Auf dem Pflegeheim Berkheim erzeugen 66 Solarmodule seit Oktober 2025 Strom. Die Anlage soll jährlich rund 32.000 Kilowattstunden liefern, der Verbrauch des Hauses liegt bei etwa 135.000 Kilowattstunden. Der Solarstrom wird vollständig vor Ort genutzt. Nach Angaben von Naujoks hat die Anlage bislang rund acht Tonnen CO₂ eingespart.

Deutlich größer ist die Anlage auf dem Pflegeheim Obertor, die seit Juni läuft. Ihre 202 Module kommen auf rund 91 Kilowattpeak. Pro Jahr rechnen die Städtischen Pflegeheime mit etwa 98 Megawattstunden Strom. Als Nächstes sollen die Häuser Hohenkreuz und Oberesslingen Solaranlagen erhalten.

Für die Finanzierung haben die Pflegeheime Esslingen einen eigenen Betrieb gegründet

Für die Finanzierung haben die Städtischen Pflegeheime einen eigenen Betrieb gewerblicher Art gegründet. Dieser investiert in die Solaranlagen und verkauft den erzeugten Strom zum Herstellpreis an die Heime. Damit umgehen die Einrichtungen nach Angaben von Naujoks ein Finanzierungsproblem: Investitionen in Nachhaltigkeit ließen sich über die reguläre Heimfinanzierung bislang nicht abbilden.

Der selbst erzeugte Strom fließt inzwischen auch in den Fuhrpark. Ein Elektrotransporter für Speise- und Wäschefahrten zwischen den Standorten wird am Pflegeheim Obertor mit Solarstrom geladen.