Betreiber von Augsburger Skandal-Heim schickt Mahnbescheide
Vor einem Jahr wurden knapp 100 Bewohner von Rettungskräften aus einem Augsburger Pflegeheim in andere Einrichtungen verlegt, weil ihre Versorgung nicht mehr gewährleistet war. Nun hat die Seniorenzentrum GmbH, ein Tochterunternehmen des italienischen Konzerns Sereni Orizzonti, Mahnbescheide an ehemalige Bewohner geschickt, in einem Fall über 7.000 Euro.
Durch Forderungsmanagement finanzielle Engpässe vermeiden
Steigende Kosten, späte Zahlungen, stockende Abläufe: Pflegedienste arbeiten in einem Umfeld, das zunehmend von Kosten- und Zahlungsdruck geprägt ist. Ein Forderungsmanagement, das Transparenz schafft, Durchlaufzeiten verkürzt und dabei unterstützt, Zahlungseingänge zu steuern, wird daher immer wichtiger. So können Pflegeanbieter Liquiditätsengpässe vermeiden und handlungsfähig bleiben. Factoring kann dabei eine wichtige Rolle spielen. Care vor9
Wofür das Geld genau verlangt wird, ist der betroffenen Familie nicht klar. Denn die Betreuung leistet seit Februar 2022 eine andere Einrichtung. Das Skandal-Heim ist seither geschlossen. Etliche Angehörige von Bewohnern der Einrichtung streiten noch mit dem Heimbetreiber Sereni Orizzonti über zu viel gezahlte Pflegekosten. Nur wenigen ist es bisher gelungen, etwas zurückzuerhalten.
Die Zustände im Heim waren damals so dramatisch, dass es die Stadt Augsburg räumen und die Bewohner in andere Einrichtungen bringen ließ. Die Bewohner hatten falsche Medikamente erhalten, Wunden waren unversorgt geblieben, sie bekamen zu wenig Essen. Die gesamte Geschichte hat der BR zusammengefasst.