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1. Juni 2026 | 07:00 Uhr
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"Betrug in der Pflege ist leichter als Drogenhandel"

Die Wochenzeitung Zeit geht der Frage nach, warum Abrechnungsbetrug in der ambulanten Pflege so leicht ist – und so schwer aufzudecken. Anhand mehrerer bekannten Fälle aus Nürnberg, Stuttgart und Berlin zeigt der Artikel: Patienten interessieren sich für Kosten in der Regel nicht, Kassen sind bei der Leistungserbringung nicht dabei, Nachweise sind aufwendig. Ein spezialisierter Fahnder kommt zu dem Schluss: "Betrug in der Pflege ist leichter, als mit Drogen zu handeln."

Der Schaden durch den Betrug in der ambulanten Pflege könnte Milliarden Euro betragen   

Der Zeit-Artikel beschreibt ein System mit vielen blinden Flecken. Pflegebedürftige sind oft froh, überhaupt einen Dienst zu finden, und prüfen Leistungsnachweise kaum. Krankenkassen sehen nur die Abrechnung, nicht aber, ob die Leistung tatsächlich erbracht wurde. Selbst wenn Verdacht besteht, müssen Ermittler jede einzelne falsche Abrechnung belegen.

Nachweislich aufgedeckte Schäden liegen laut Zeit bei Hunderten Millionen Euro. Fachleute vermuten aufgrund von Dunkelfeldstudien aus anderen Ländern wie Großbritannien, dass es um einen Betrug in Milliardenhöhe gehen könnte. Das politische Interesse an einer systematischen Untersuchung war bislang gering. Nun will der GKV-Spitzenverband selbst eine Dunkelfeldstudie beauftragen.

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