Emeis stoppt Verkauf von Senevita an Tertianum
Die geplante Übernahme des Schweizer Pflegeanbieters Senevita durch Tertianum steht auf der Kippe. Der französische Pflegekonzern Emeis, dem Senevita gehört, will den vereinbarten Verkauf nicht vollziehen und löst damit einen Rechtsstreit aus, berichtet der Online-Dienst Medinside. Die Tertianum Gruppe hält am Deal fest und hat gerichtliche Schritte eingeleitet. Senevita betreibt in der Schweiz an 40 Standorten mit rund 4.000 Mitarbeitern integrierte ambulante und stationäre Pflege.
Senevita
Die betreute Wohnanlage in Buchs nahe Zürich ist einer der 40 Senevita-Standorte in der Schweiz
Ende 2025 hatten Emeis und die Tertianum Gruppe den Verkauf von Senevita vereinbart. Durch den Zusammenschluss würde der größte Pflegeanbieter der Schweiz mit einem Jahresumsatz von 1,2 Milliarden Euro entstehen.
Nun zieht Emeis überraschend die Reißleine und begründet dies mit einem Strategiewechsel, berichtet Medinside. Während die Immobilien bereits verkauft wurden, soll das operative Geschäft bei Senevita verbleiben. Tertianum spricht von Vertragsbruch und hat vor Gericht eine erste Verfügung erwirkt. Damit ist ein Konflikt um einen der größten Pflegedeals der Schweiz eröffnet.
Gesellschafter der Tertianum Gruppe mit 100 Standorten in der Schweiz ist die Private-Equity-Firma Capvis.