Immer mehr Menschen werden zu Hause gepflegt
2021 wurden 4,6 Millionen gesetzlich Versicherte von ihrer Pflegekasse unterstützt, im Jahr zuvor waren es noch 4,3 Millionen. Dabei hat sich der Anteil der stationär Gepflegten kaum verändert, berichtet der DAK-Pflegereport 2022 "Häusliche Pflege – das Rückgrat der Pflege in Deutschland". DAK-Vorstandschef Andreas Storm (Foto) fordert, die häusliche Pflege zu stärken: Das Pflegegeld müsse 2023 erhöht und das im Koalitionsvertrag beschlossene Entlastungsbudget zügig eingeführt werden.
DAK Arne Weychardt
DAK-Chef Andreas Storm fordert mehr Unterstützung für die häusliche Pflege
Handlungsbedarf erkennen: WLAN-Zugang wird zur Pflicht
Seit der Corona-Pandemie ist klar, wie wichtig Internetzugang für soziale Kontakte vulnerabler Gruppen ist. Laut MDK (2023) boten nur 63 Prozent der Heime Bewohnern Internet im Zimmer. Bis 2025 soll eine bundesweite Regelung Internet und WLAN in Pflegeheimen verpflichtend machen. Mit Business WiFi von Vodafone steht eine einfache Lösung aus einer Hand bereit. Care vor9
86 Prozent der Bevölkerung finden laut DAK-Pflegereport, die Politik müsste mehr für die Pflege tun. Storm sagt: "Pflegende Angehörige sind das Rückgrat der Pflege in Deutschland. Deshalb müssen wir sie entlasten." Die allermeisten Pflegebedürftigen wollten weiter zu Hause wohnen und ihre Angehörigen möchten ihnen das ermöglichen. Das sei für die Pflegenden jedoch gesundheitlich, finanziell und emotional belastend. "Sie brauchen mehr Unterstützung", so Storm.
Der DAK-Chef fordert eine Reform, die neben dem Pflegegeld und dem Entlastungsbudget eine faire Neuordnung der Pflegefinanzen umfasst. "Diese muss auch die vom Bundesverfassungsgericht geforderte Entlastung von Familien berücksichtigen und spätestens zur Jahresmitte 2023 in Kraft treten."