Insolvenzen in der Pflege führen kaum zu Schließungen
Die Annahme, dass das Angebot durch Insolvenzen von Pflegeeinrichtungen eingeschränkt wird, trifft offenbar nicht zu. Zahlen aus Nordrhein-Westfalen zeigen, dass dadurch nur wenige Pflegeplätze verloren gehen. Im Jahr 2025 waren dort 23 Pflegeeinrichtungen überschuldet oder zahlungsunfähig, teilt die Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der SPD mit. Doch nur zwei vollstationäre Pflegeheime wurden wegen einer Pleite geschlossen. Deutlich mehr Schließungen gab es aus anderen Gründen.
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In Nordrhein-Westfalen gab es 2025 nur zwei Schließungen wegen Insolvenz
Insgesamt haben im vergangenen Jahr zehn vollstationäre und drei teilstationäre Pflegeeinrichtungen sowie zehn ambulante Pflegedienste in Nordrhein-Westfalen Insolvenz angemeldet. Dicht machen mussten deshalb nur ein Pflegeheim mit 33 Plätzen im Regierungsbezirk Arnsberg und eine Einrichtung mit 82 Plätzen in Düsseldorf. "In der überwiegenden Anzahl der gemeldeten Überschuldungen oder Zahlungsunfähigkeiten kommt es zu keiner Schließung. Die betroffenen Einrichtungen werden häufig von anderen Betreibern übernommen und weitergeführt.“
Der Wegfall von Versorgungsangeboten aus anderen Gründen fiel in NRW im vergangenen Jahr deutlich höher aus als durch Insolvenzen. Landesweit schlossen 14 vollstationäre und 15 teilstationäre Pflegeeinrichtungen sowie 34 ambulante Dienste. Insgesamt zählte NRW im Februar dieses Jahres 7.530 Pflegeeinrichtungen.