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21. April 2026 | 07:00 Uhr
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Sprachdokumentation jetzt mit KI-Agent

Der Spracherkennungsanbieter Voize erweitert seine Anwendung um einen KI-Agenten. Der Agent gleicht die Pflegedokumentation ab, erkennt formale Lücken in den Pflegeberichten und schlägt Aktualisierungen vor, beispielsweise die Übernahme von Beobachtungen aus den Pflegeberichten in das SIS. Außerdem lässt sich durch den KI-Agenten langes Suchen vermeiden, da man ihn einfach fragen kann. Am heutigen Dienstag stellt Voize den Agenten erstmals auf der Altenpflege vor.

Gerade wenn Informationen gesucht werden, spart der KI-Agent Zeit  

Ein Beispiel aus dem Alltag: In den Pflegeberichten häufen sich die Hinweise auf eine Bewohnerin, die nachts unsicher geht und häufig stürzt. Mehrere Mitarbeitende dokumentieren dies über verschiedene Schichten hinweg. Im SIS oder im Maßnahmenplan ist das Risiko jedoch noch nicht abgebildet. Genau hier setzt der KI-Agent an und schlägt vor, die Beobachtungen systematisch zu übernehmen.

Doch der Agent greift nicht eigenständig ein. Er hält nach jedem Vorschlag an. Die Pflegefachkraft prüft, passt an oder lehnt ab. Was nicht freigegeben wird, bleibt unverändert. Der KI-Agent arbeitet ausschließlich mit bereits vorhandenen Daten und macht diese besser sichtbar. "Die Vorschläge zur Pflegeplanung sind richtig gut. Man weiß oft, was angepasst werden müsste – aber im Alltag bleibt es liegen. Genau das könnte sich hiermit ändern", sagt Pflegefachkraft Dominik Schütz aus dem Seniorenpark der Carpe-Diem-Gruppe, mit der Voize das System entwickelt hat.

KI-Agent erkennt Muster und macht Vorschläge

Hintergrund ist ein strukturelles Problem: Pflegeberichte enthalten viele Hinweise auf Veränderungen, doch bis diese systematisch in die Pflegeplanung einfließen, vergeht oft Zeit. Die Folgen sind bekannt: veraltete Maßnahmen, unvollständige Dokumentation oder hoher Aufwand bei Prüfungen. Der KI-Agent unterstützt hier, indem er Muster erkennt und Vorschläge macht. Die fachliche Entscheidung bleibt beim Menschen.

Zusätzlicher Nutzen: Pflegekräfte können gezielt nach Informationen fragen, statt sich durch umfangreiche Dokumentationen zu klicken. Das System liefert Antworten mit Verweisen auf die relevanten Stellen.

Nach Unternehmensangaben arbeitet bereits jede fünfte Pflegeeinrichtung mit Voize. Pflegekräfte sparen pro Schicht rund 27 Prozent Dokumentationszeit. 

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