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30. November 2022 | 16:47 Uhr
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Streit um Einsatz von Hilfskräften in der Pflege

Der Vorsitzende der baden-württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG) Heiner Scheffold schlug vor, den Mangel an qualifizierten Hilfskräften in der Pflege übergangsweise mit erfahrenen Hilfskräften ohne Examen zu beheben. Andrea Kiefer (Foto), Vorsitzende des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe Südwest, kritisiert diesen Vorschlag scharf und warnt vor einer Deprofessionalisierung.

DBfK Südwest Andrea Kiefer Foto DBfK

Andrea Kiefer warnt vor einer Deprofessionalisierung in der Pflege

"Die Pflege alter, meist multimorbider Menschen, ist per se anspruchsvoll und wird immer komplexer. Hilfskräfte bilden ohne Zweifel eine wichtige Stütze in Einrichtungen der Altenpflege. Erfahrene Hilfskräfte ohne Ausbildung plötzlich zu qualifizierten Hilfskräften zu erklären und als solche einzusetzen ist aber Augenwischerei", sagt Kiefer. Dies setze eine "Dequalifizierungsspirale" in Gang, die man sich nicht leisten könne und die nicht den Einrichtungen, Hilfskräften und Pflegebedürftigen gerecht werde.

Der DBfK plädiere seit mehreren Jahren für den Aufbau einer zweijährigen, generalistischen Pflegeassistenzausbildung, um die Attraktivität der Pflegeassistenzberufe zu steigern und um hierüber auch Hilfskräften ohne Ausbildung die Möglichkeit einer Weiterqualifizierung zu eröffnen.

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