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14. Mai 2024 | 07:00 Uhr
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Wirtschaftsprüfer sehen viele Unternehmen in akuter Not

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Curacon warnt vor einer dramatischen Marktentwicklung und berichtet von massiven Liquiditätsproblemen vieler Unternehmen aus der Gesundheitswirtschaft. Laut aktuellen Umfragen gehen 50 Prozent der Pflegeeinrichtungen von einer weiteren Verschlechterung des Ergebnisses 2023 aus, zusätzlich sehen sogar 15 Prozent ihre Existenz bedroht, berichtet Curacon.

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Die wirtschaftliche Lage ist laut einer Curacon-Umfrage besonders in der ambulanten Altenhilfe sehr schlecht

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Nach Auslaufen der Schutzschirme seien im Jahr 2022 und 2023 die Renditen auf Betriebsebene bei verstärktem Trend zur kostenbasierten Vergütung unter Druck geraten. Zudem kommen sinkenden Auslastungen aufgrund von Personalmangel und unzureichender Refinanzierung von Kostensteigerungen, bringen die Experten der Wirtschaftsprüfer die dramatische Lage in einem aktuellen Branchenreport auf den Punkt. 

Jan Grabow, Leiter des Ressorts Altenhilfe und geschäftsführender Partner bei Curacon erklärt gegenüber Care vor9 die Gesamtsituation wie folgt: "Der Vorfall wie im Lichtenberger Seniorenheim zeigt, wie bedrohlich die Lage für Pflegeeinrichtungen ist. Der anhaltende Personalmangel führt zu verstärkten Einschränkungen im Leistungsangebot. Viele pflegebedürftige Menschen treffen auf zu wenig Fachpersonal in den Einrichtungen – und die Lage wird sich noch verschärfen."

Umfrage in der stationären und ambulanten Altenpflege liefert erschreckende Ergebnisse

Im Rahmen einer Kurzbefragung zur wirtschaftlichen Situation in der stationären und ambulanten Altenpflege hat Curacon teils dramatische Ergebnisse ermittelt. So berichten 45 Prozent der befragten Unternehmen aus der ambulanten Altenhilfe, dass sie das Geschäftsjahr 2023 mit einem Fehlbetrag abgeschlossen haben. Im Vorjahr hatten bereits 36 Prozent der befragten Unternehmen einen Fehlbetrag verzeichnen müssen.

Auch in den Unternehmen der stationären Altenhilfe sieht es nicht viel besser aus. Hier meldeten immerhin 29 Prozent der befragten Unternehmen für das Jahr 2023 einen Fehlbetrag. Besonders negativ fällt in diesem Geschäftsbereich die Einschätzung nach der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung aus. 54 Prozent aller befragten Unternehmen gaben an, dass sich in ihrem Betrieb die wirtschaftliche Lage im Jahr 2024 verschlechtern werde.

Pascal Brückmann

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