Digitaler Antrag könnte Hilfe-zur-Pflege beschleunigen
Warum haben Pflegebetreiber den Dauerstress mit der "Hilfe zur Pflege"? Warum brauchen die Sozialämter so lange für die Bewilligung? Oft liegt es daran, dass die Anträge von den Angehörigen unvollständig oder fehlerhaft ausgefüllt werden. Genau hier setzt das Unternehmen Myo mit seinem digitalen Antragsformular Formfix an, das Ende 2025 in den Regelbetrieb gegangen ist. Es zeige sich, so Geschäftsführer Jasper Böckel (Foto), dass die Bearbeitung deutlich schneller gehe als mit dem Papierantrag.
Myo
Mit den digitalen Anträgen werde die "Hilfe zur Pflege" viermal schneller bewilligt, sagt Jasper Böckel
Augenblicklich nutzen 20 Pflegeanbieter Formfix, daneben gibt es acht Einrichtungen, die an Modellprojekten zum digitalen Antrag teilnehmen, manche gemeinsam mit den Sozialämtern. 61 Angehörige haben sich bisher für Formfix entschieden. In acht Fälle wurden die Anträge schon bewilligt, 32 sind fertig ausgefüllt bei den Ämtern eingegangen, 21 sind von den Angehörigen noch nicht zu Ende bearbeitet und eingereicht worden.
"Wir haben an den bereits bewilligten Anträgen gesehen, dass das viermal schneller geht als bei den papiernen Anträgen", sagt Böckel, der das Start-up gegründet hat. Zur Bekräftigung seiner Aussage verweist er auf die Einschätzung einer Behördenmitarbeiterin. Die sagt, das Einreichen der Unterlagen sei schneller und organisierter verlaufen als üblich. Vom Antragseingang bis zur Bewilligung seien nur vier Wochen vergangen, normalerweise dauere es vier Monate bis zur Antragsbewilligung.