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24. Oktober 2023 | 07:00 Uhr
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Wie Sie virtuelle Veranstaltungen in Ihr Pflegeheim holen

Warum nicht mit einem Schlager-Café oder mit einem Gedächtnis-Quiz die Bewohner der eigenen Einrichtung fördern und fordern? Dank der nahezu überall vorhandenen Kommunikations-Technik lassen sich solche Formate inzwischen gut digital organisieren, Moderatoren müssen nicht zwangsläufig die Einrichtungen aufsuchen. Das Projekt Vivera (Virtuelle Veranstaltungen in der Altenpflege) versucht mit diesem neuen Ansatz, eine Lösung für zentrale Herausforderungen im Pflegesektor zu schaffen.

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Ob Quizabende, Gedächtnistraining oder Schlager-Café – mit Vivera kommt Unterhaltung virtuell in die Einrichtung

Unter Berücksichtigung des Personalmangels und des Mangels an Freiwilligen in der Altenpflege fördert Vivera digitale intergenerationale Treffen in Pflegeeinrichtungen. Das Projekt zielt darauf ab, junge und junggebliebene Menschen durch "Virtual Volunteering" mit Bewohnern und Besuchern von Altenpflegeeinrichtungen zu verbinden. 

Über Konferenzplattformen werden anfänglich Angebote wie Quizabende organisiert, später sollen sie unabhängig ablaufen. Freiwillige gestalten die sogenannten Viveras in Zusammenarbeit mit den Pflegeheimbewohnern und Besuchern, Pflegeeinrichtungen können sich miteinander vernetzen. Dies fördert den intergenerationalen Austausch, stärkt Digitalkompetenzen und entlastet Pflegekräfte. Die niedrigschwellige Teilnahme am Ehrenamt kann junge Menschen dazu ermutigen, ihr Engagement auszubauen, während sie von den Erfahrungen älterer Menschen profitieren. Das Konzept hat inzwischen seine sechsmonatigen Entwicklungsphase durchlaufen und wird nun in einer rund zweijährigen Erprobungsphase weiter umgesetzt.

Die Erprobungsphase wird in enger Zusammenarbeit mit Altenpflegeeinrichtungen, Freiwilligenagenturen und weiteren Kooperationspartnern durchgeführt. Die Projektpartner sind zuversichtlich, dass Vivera einen nachhaltigen Wandel in der Ehrenamtslandschaft und im Freizeit- und Betreuungsbereich der Altenpflege bewirken wird. Die ersten Erfahrungen zeigen, dass die notwendige digitale Infrastruktur in vielen Einrichtungen vorhanden ist, und die Betreuungspersonen, die digitalen Freiwilligen und die Bewohner das Angebot als bereichernd und positiv erleben. 

Für teilstationäre und stationäre Pflegeeinrichtungen besteht die Möglichkeit, als Kooperationspartner in der Erprobungsphase mitzuwirken. Das Projekt hat aus über 1.000 Einreichungen einen von 40 Ideenpreisen beim Wettbewerb für Soziale Innovationen "Gesellschaft der Ideen" erhalten und gehört zu den zehn Projekten, deren Erprobung für mindestens zwei Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird. Interessenten können sich bei Bernd Josef Leisen melden: Telefon (04441) 15186, bernd.josef.leisen@uni-vechta.de

Pascal Brückmann

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