Die Zieglerschen wollen 100 Millionen Euro investieren
Die Zieglerschen haben 2025 ihren Umsatz um mehr als 6 Prozent von 243,4 auf 258,8 Millionen Euro gesteigert. Das diakonische Sozialunternehmen aus Wilhelmsdorf in Baden-Württemberg betreute 8.940 Menschen und investierte 27 Millionen Euro in Gebäude und Angebote. Das Unternehmen will in den kommenden Jahren rund 100 Millionen Euro investieren. Zugleich warnt Markus Lauxmann, kaufmännischer Vorstand, vor Kürzungen bei sozialen Leistungen und vor einer strukturellen Unterfinanzierung.
Die Zieglerschen/Stefan Wieland
Angesichts hoher Investitionen fordert Vorstand Markus Lauxmann von Die Zieglerschen verlässliche politische Rahmenbedingungen
Die Zieglerschen haben ihren Jahresbericht 2025 vorgelegt und berichten von einem stabilen Wirtschaftsjahr. Vorstandschef Gottfried Heinzmann führt das Wachstum auf eine Ausweitung der Angebote zurück. Er freue sich, dass die fachlich qualifizierte Hilfe mehr Menschen erreiche.
Investitionen bleiben hoch
Für die kommenden Jahre veranschlagen die Zieglerschen Investitionen von rund 100 Millionen Euro. Bereits 2025 flossen 27 Millionen Euro in Gebäude und Angebote. Gründe sind Landesheimbauverordnung, Brandschutz und Gebäudeenergiegesetz. Zu den größten Projekten zählen das Karlsstift in Schorndorf und die Neuland-Werkstatt in Wilhelmsdorf.
Der Vorstand fordert verlässliche politische und finanzielle Rahmenbedingungen. Heinzmann warnt vor einem breiten Sparpaket. Das hätte Folgen für Eingliederungshilfe, Pflege, Mitarbeitende, Träger und hilfsbedürftige Menschen. Kaufmännischer Vorstand Markus Lauxmann sieht die Gefahr struktureller Unterfinanzierung.
Die Zieglerschen sind ein diakonisches Sozialunternehmen mit rund 60 Standorten in Baden-Württemberg. Rund 3.750 Mitarbeitende betreuen Menschen in den Hilfearten Altenhilfe, Behindertenhilfe, Hör-Sprachzentrum, Jugendhilfe und Suchthilfe auf Grundlage des christlichen Leitbilds der Zieglerschen.