Lösung für Ex-Argentum-Haus in Stendal in Sicht
Das insolvente Seniorenheim "Jenny Marx" in Stendal in Sachsen-Anhalt kann voraussichtlich seinen Betrieb fortsetzen. Insolvenzverwalter Rüdiger Bauch (Foto) verhandelt mit einem Investor über die Übernahme von Immobilie und Betrieb. Das Haus, seit 1975 in Betrieb, gehörte zum früheren Argentum-Konzern, der vor einem Jahr in Insolvenz gegangen ist. Der Betrieb läuft inzwischen mit 186 Plätzen stabil, die rund 110 Beschäftigten werden aus dem laufenden Betrieb bezahlt.
Schultze & Braun
Augenblicklich führt Insolvenzverwalter Rüdiger Bauch von Schultze & Braun das Pflegeheim "Jenny Marx" zusammen mit einer Kollegin und der Heimleiterin
Der potenzielle Investor hatte die Ausschreibung für die Immobilie gewonnen und zeigt nun auch Interesse am Pflegebetrieb. Ein Abschluss der Verhandlungen ist laut Insolvenzverwalter Bauch bis zum Sommer möglich. Die Einrichtung gehört zu den Standorten des insolventen früheren Pflegekonzerns Argentum, für die es bisher keine endgültige Lösung gab. Einen großen Teil von Argentum – 22 Einrichtungen – hat der Finanzinvestor Lafayette Mittelstand Capital übernommen. Der neue Eigentümer hat den Namen "Argentum" beibehalten.
Bauch führt den Betrieb gemeinsam mit Kollegin Kristin Hlawaty und Heimleiterin Manuela Franck fort. Seit Juli 2025 werden die Löhne wieder aus dem laufenden Geschäft bezahlt.