Pflegedienst Carmen Groß in Bautzen geht in Insolvenz
Das Amtsgericht Dresden hat eine vorläufige gerichtliche Sanierung für die Kranken- und Altenpflege Carmen Groß angeordnet. Rechtsanwalt Nils Freudenberg von der Kanzlei Tiefenbacher wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Grund für die Schieflage ist laut Freudenberg eine "ungeklärte Verbindlichkeit". Der Betrieb für die 43 Mitarbeiter und 300 Patienten läuft weiter, die Gehälter werden von Dezember bis Februar von der Bundesagentur für Arbeit gezahlt.
Aktuell würden "mit Hochdruck" mögliche Sanierungsansätze geprüft, so Insolvenzverwalter Freudenberg. Dazu gehöre auch ein angestoßener Investorenprozess. Es gebe bereits erste Interessenten. Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens sei für Anfang März 2026 angesetzt.
Den Pflegedienst von Carmen Groß gibt es seit 1999. Groß hatte zuvor für einen großen Träger die erste Sozialstation in der sächsischen Stadt Bautzen nach der Wende mit aufgebaut.