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30. März 2026 | 07:00 Uhr
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Pflegekammer-Vorständin übt scharfe Kritik und tritt zurück

Nina Benz ist aus dem Vorstand der Pflegekammer Rheinland-Pfalz zurückgetreten. Die Unternehmerin aus Veldenz in Rheinland-Pfalz und Geschäftsführerin des ambulanten Pflegedienstes Pflege Benz begründet diesen Schritt auf Linkedin (Foto) mit dem fehlenden Vertrauen in die laufende Mitgliederbefragung zur Zukunft der Kammer. Sie kritisiert Defizite bei Verfahrenssicherheit, methodischer Qualität, Transparenz und klaren Verantwortlichkeiten. In Kommentaren wurde der Rücktritt teils begrüßt, teils als verspätet kritisiert.

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Mit diesem Linkedin-Post machte Nina Benz ihren Rücktritt aus dem Vorstand der Pflegekammer Rheinland-Pfalz bekannt

Sieben Jahre lang gehörte Benz dem Vorstand der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz an. Nun zieht sie die Konsequenz und legt ihr Amt nieder. In einem Linkedin-Post schreibt sie, sie könne das, was derzeit passiere, nicht mehr mit ihrem Anspruch vereinbaren. Auslöser ist vor allem die laufende Befragung zur weiteren Entwicklung der Kammer. In diesem Prozess fehle ihr das Vertrauen.

Kritik an Verfahren und Transparenz

Benz sieht "erhebliche Defizite" in zentralen Bereichen der Mitgliederbefragung. Sie nennt Verfahrenssicherheit, methodische Qualität, Transparenz und die Klarheit von Verantwortlichkeiten. Gerade für eine glaubwürdige Selbstverwaltungsstruktur seien das grundlegende Anforderungen.

Zugleich fordert sie, die aktuellen Entwicklungen transparent, strukturiert und mit externer Expertise aufzuarbeiten, um das Vertrauen wiederherzustellen und die Handlungsfähigkeit der Kammer zu sichern.

Geteilte Reaktionen auf Linkedin

Die Reaktionen auf den Linkedin-Beitrag fallen unterschiedlich aus. Mehrere Kommentatoren loben den Rücktritt als konsequenten Schritt. Andere verweisen darauf, dass die Kritik an mangelnder Transparenz bereits seit Jahren geäußert wird, und werfen Benz vor, die Strukturen lange mitgetragen zu haben.

Trotz des Rücktritts will Benz berufspolitisch aktiv bleiben. Ihr Engagement für die Selbstverwaltung der Pflege und die Weiterentwicklung des Berufsstandes bleibe unberührt, schreibt sie. Sie werde weiterkämpfen, "konstruktiv, transparent und mit einer inneren Haltung", die sie überhaupt erst zur Kammer gebracht habe.

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