Pflegekräfte aus Nordschleswig pendeln nach Dänemark
Immer mehr Pflegekräfte aus Nordschleswig arbeiten in dänischen Heimen – wegen besserer Bezahlung und Arbeitsbedingungen. In der Gemeinde Apenrade, rund 30 Kilometer nördlich von Flensburg, stammen 93 Beschäftigte aus Deutschland, wie "Der Nordschleswiger" berichtet. Selbst nach Steuern bleibt laut Gewerkschaft mehr Netto übrig als in Deutschland. Das Grenzpendeln lohnt sich, weil höhere Gehälter auf niedrigere Lebenshaltungskosten am Wohnort treffen.
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Sozial- und Gesundheitsassistenten verdienen in Dänemark rund 3.815 Euro brutto
Auch in Tondern und Sonderburg pendeln Dutzende über die Grenze. Ausschlaggebend sind laut dänischer Gewerkschaft FOA bessere Löhne. Sozial- und Gesundheitsassistenten verdienen dort rund 3.815 Euro brutto, nach zehn Jahren deutlich mehr, so der Nordschleswiger.
Das Modell ist bekannt: Auch im Südwesten Deutschlands pendeln Pflegekräfte in die Schweiz, im Raum Trier nach Luxemburg.