Sachsen-Anhalt setzt bei Integration auf "Kümmererstruktur"
Sachsen-Anhalts Sozial- und Arbeitsministerium startet ein Projekt zur besseren Integration ausländischer Pflegefachkräfte. Vier sogenannte Berufsbegleiter sollen internationale Beschäftigte beim Einstieg in Beruf und Alltag unterstützen, etwa bei Behördengängen oder der Wohnungssuche. Pflegeeinrichtungen können die Begleiter über Kooperationen einbinden, um die organisatorische Belastung vor Ort abzufedern.
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Um ausländische Pflegekräfte zu halten, braucht es jede Menge Kümmerer ist Sachsen-Anhalts Sozialministerin Petra Grimm-Benne überzeugt
Die Begleiter helfen auch bei der Suche nach Sprachkursen oder Fragen zur Kinderbetreuung. Gleichzeitig stehen sie auch Einrichtungen rund um Integration und Beschäftigung zur Seite. Kooperationspartner des Ministeriums ist das Deutsche Rote Kreuz, der DRK-Landesverband Projektträger.
Das Angebot richtet sich aber an Einrichtungen jeglicher Trägerschaft. Auch private Pflege- und Gesundheitseinrichtungen können die Begleitung über Kooperationsvereinbarungen mit dem DRK nutzen. Das Modellprojekt läuft in Magdeburg sowie in den Landkreisen Jerichower Land, Börde, Stendal und Altmarkkreis Salzwedel. Bis 2028 stehen dafür rund 1,47 Millionen Euro zur Verfügung.
Das Sozialministerium verspricht sich von dem Projekt "ProBe – Berufs-Begleitung", internationale Fachkräfte langfristig in Sachsen-Anhalt zu halten. Arbeits- und Sozialministerin Petra Grimm-Benne betont, eine verlässliche "Kümmererstruktur" sei entscheidend, damit ausländische Beschäftigte im Land bleiben.