Bau eines Pflegeheimplatzes kostet eine Viertelmillion Euro
Mehr als 250.000 Euro werden beim Bau eines neuen Pflegeheimplatzes vielerorts veranschlagt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Hypzert-Fachgruppe Sozialimmobilien. Die Größenordnung bestätigt eine Aussage von Korian-Chef Christian Gharieb, der bereits auf dem Pflegetag 2025 von rund 230.000 Euro je neu geschaffenem Pflegeplatz gesprochen hatte. Weil die Investitionskosten häufig nicht vollständig refinanziert werden, geraten Neubauten zunehmend ins Stocken.
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Das Problem beim Bauen: Die refinanzierbaren Investitionskosten halten mit den Baupreisen häufig nicht Schritt
Als Gharieb im November auf dem Deutschen Pflegetag die Investitionssumme von 230.000 Euro nannten, ging ein ungläubiges Raunen durch den Saal. Doch die Hypzert-Studie zeigt, dass sie oft noch darüber liegt. Das Problem: Die refinanzierbaren Investitionskosten halten mit den Baupreisen häufig nicht Schritt.
Bis 2040 werden laut Studie rund 322.000 zusätzliche stationäre Pflegeplätze benötigt. Für Neu- und Reinvestitionen wären demnach 81 bis 125 Milliarden Euro nötig. Steigende Baukosten, Fachkräftemangel und unterschiedliche Refinanzierungsregeln bremsen jedoch Neubauten und Modernisierungen.
An Bedeutung gewinnen laut Hypozert Ersatzneubauten. Denn viele ältere Häuser geraten durch höhere Einzelzimmerquoten und wachsende Anforderungen an die Wohnqualität unter Modernisierungsdruck. Ersatzneubauten haben den Vorteil, dass sich bestehende Bewohner- und Personalstrukturen übernehmen lassen. Sie gelten deshalb als weniger riskant. Allerdings stelle sich auch hier immer die Frage der wirtschaftlichen Tragfähigkeit, so Hypozert.