Als Gharieb im November auf dem Deutschen Pflegetag die Investitionssumme von 230.000 Euro nannten, ging ein ungläubiges Raunen durch den Saal. Doch die Hypzert-Studie zeigt, dass sie oft noch darüber liegt. Das Problem: Die refinanzierbaren Investitionskosten halten mit den Baupreisen häufig nicht Schritt.
Bis 2040 werden laut Studie rund 322.000 zusätzliche stationäre Pflegeplätze benötigt. Für Neu- und Reinvestitionen wären demnach 81 bis 125 Milliarden Euro nötig. Steigende Baukosten, Fachkräftemangel und unterschiedliche Refinanzierungsregeln bremsen jedoch Neubauten und Modernisierungen.
An Bedeutung gewinnen laut Hypozert Ersatzneubauten. Denn viele ältere Häuser geraten durch höhere Einzelzimmerquoten und wachsende Anforderungen an die Wohnqualität unter Modernisierungsdruck. Ersatzneubauten haben den Vorteil, dass sich bestehende Bewohner- und Personalstrukturen übernehmen lassen. Sie gelten deshalb als weniger riskant. Allerdings stelle sich auch hier immer die Frage der wirtschaftlichen Tragfähigkeit, so Hypozert.
