Pflegebedürftigkeit dürfe grundsätzlich kein Renditeobjekt sein, die pflegerische Versorgung in Deutschland sei aber wettbewerbsorientiert organisiert, sagt Leopold. "Das marktwirtschaftliche Prinzip bedingt, mit wenig Input möglichst viel Output zu generieren. Wenn das im großen Stil betrieben wird, ist das für die Pflegequalität fatal, denn das größte Sparpotential liegt bei den Personalkosten", so Leopold weiter.
Er fordert die Regierung auf, dafür zu sorgen, dass festgestellte Mängel in Pflegeeinrichtungen zeitnah beseitigt werden. Andernfalls sollten harte finanzielle Sanktionen folgen. Das sei insbesondere für private, stark renditeorientierte Anbieter der einzige Grund festgestellte Qualitäts- und Leistungsmängel schneller zu beseitigen oder zu vermeiden.
