News für das Pflegemanagement

Löhne in Altenpflege steigen im Schnitt um 3,4 Prozent

Die Durchschnittslöhne in der Langzeitpflege sind bundesweit um 3,4 Prozent auf 24,50 Euro pro Stunde gestiegen. Das hat der GKV-Spitzenverband auf Basis von mehr als 11.600 Meldungen tarifgebundener Einrichtungen ermittelt. Für nicht tarifgebundene Anbieter sind die neuen Werte unmittelbar relevant: Sie haben drei Monate Zeit, ihre Vergütung an die regionalen Entlohnungsniveaus anzupassen.

Am stärksten steigen die Durchschnittslöhne für Pflegefachkräfte. Sie liegen künftig bundesweit bei 28,03 Euro pro Stunde, 3,6 Prozent mehr als bisher. Pflegehilfskräfte ohne Ausbildung kommen auf durchschnittlich 20,96 Euro (+3,5 Prozent), Pflegeassistenzkräfte mit mindestens einjähriger Ausbildung auf 23,36 Euro (+3,3 Prozent).

Zwischen den Bundesländern gibt es deutliche Unterschiede. In Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern steigen die Löhne um rund fünf Prozent, im Saarland um 2,7 und in Rheinland-Pfalz um 2,8 Prozent. Insgesamt fällt der Anstieg geringer aus als in den vergangenen beiden Jahren: 2025 waren es 4,9 Prozent, 2024 sogar 8,8 Prozent.

Die regionalen Entlohnungsniveaus werden aus den Vergütungen tarifgebundener und kirchlicher Einrichtungen ermittelt. Nicht tarifgebundene Pflegeanbieter, die nach diesem Modell vergüten, dürfen die jeweiligen Durchschnittswerte je Beschäftigtengruppe nicht unterschreiten. Die neuen Werte gelten damit auch als Maßstab für ihre Personalkosten.

GKV-Chef Oliver Blatt verweist zugleich auf die Folgen für Pflegebedürftige: Höhere Löhne flössen im bestehenden Teilleistungssystem in die Eigenanteile ein. Er fordert deshalb eine Lösung, die weitere Lohnsteigerungen ermöglicht, ohne Pflegebedürftige stärker zu belasten.