"Insbesondere in der ambulanten Pflege zeigt sich, dass die finanzielle Situation der ambulanten Pflegedienste äußerst angespannt ist", sagte Mai. "Über 72 Prozent der ambulanten Pflegedienste schätzen ihre wirtschaftliche Situation als angespannt ein. 54 Prozent haben das Jahr 2022 mit einem Jahresdefizit abgeschlossen, und 8 Prozent sehen ihre Existenz als gefährdet an. Diese Zahlen verdeutlichen die dringende Notwendigkeit von Maßnahmen zur Stabilisierung."
Mai appellierte an die Politik und die Pflegekassen, proaktive Vergütungsverhandlungen zu führen und die tatsächlichen Kosten angemessen zu honorieren. "Letztlich muss der Spieß umgedreht und Rechnungen im Vertrauen zügig gezahlt werden. Längere Prüfzeiten würden sich dann liquiditätsbezogen nicht zu Ungunsten der Leistungserbringer auswirken", so Mai vor Vertretern der Presse.
Pascal Brückmann
