News für das Pflegemanagement

Gärtnern im Pflegeheim mit Sponsoren und Kassen-Förderung

Gärtnern verbindet Bewegung an der frischen Luft mit Erinnerungen, Gemeinschaft und einer sinnvollen Beschäftigung. Die Doreafamilie in Flörsheim am Main hat dafür drei Hochbeete angeschafft, die örtliche Sponsoren finanzieren. Und: Die Techniker Krankenkasse fördert das dazugehörige Präventionsprojekt "Ackern gegen das Vergessen".

Gartenarbeit bietet Pflegeheimbewohnern gleich mehrere Vorteile: Sie fördert Bewegung, spricht unterschiedliche Sinne an und kann Erinnerungen an frühere Tätigkeiten wecken. Hinzu kommt das Erfolgserlebnis, etwas selbst anzubauen und die Ernte anschließend zu genießen. Das macht Gärtnern zu einer Beschäftigung, die über den Zeitvertreib hinausgeht.

Die Doreafamilie in Flörsheim am Main setzt dafür auf das dreijährige Präventionsprojekt "Ackern gegen das Vergessen". Die Techniker Krankenkasse übernimmt die Projektförderung, während vier Sponsoren die Anschaffung von drei Hochbeeten unterstützt haben. Beteiligt sind eine örtliche Gärtnerei, ein Krankenfahrdienst, ein Sanitätshaus und der Pflegeausstatter Careline.

Gärtnern mit Ackercoach

Gemeinsam mit der Acker Company organisiert die Einrichtung die Gartenarbeit. Ein Ackercoach begleitet die Bewohner beim Säen, Pflanzen, Pflegen und Ernten. Im ersten Projektjahr haben Coach und Bewohner aus den selbst angebauten Zutaten unter anderem Smoothies und Pesto hergestellt.

Damit verbindet das Angebot mehrere Beschäftigungsformen: Bewegung im Freien, vertraute Handgriffe, Gespräche über frühere Gartenerlebnisse und die gemeinsame Zubereitung von Speisen. Auch Bewohner, die nicht alle Arbeiten selbst übernehmen können, lassen sich bei einzelnen Tätigkeiten einbeziehen.

Finanzierung auf mehrere Partner verteilt

Für Pflegeeinrichtungen zeigt das Beispiel, wie sich ein längerfristiges Beschäftigungsangebot mit externer Unterstützung aufbauen lässt. Die Krankenkasse fördert das Präventionsprojekt, Sponsoren helfen bei der Ausstattung und ein externer Partner bringt die fachliche Begleitung ein. Angaben zur Höhe der Förderung und zu den Gesamtkosten macht die Doreafamilie nicht.

Nach dem ersten Gartenjahr soll das Projekt in Flörsheim fortgesetzt werden. Die Bewohner werden die Hochbeete in der kommenden Saison erneut bepflanzen und die Ernte gemeinsam verarbeiten.