News für das Pflegemanagement

Tödliche Messerattacke in Olfen wirkt weiter nach

Die tödliche Messerattacke in einem Pflegeheim in Olfen nahe Dortmund hat Bewohner, Angehörige und Menschen in der Region erschüttert. Ein Heimbewohner hatte eine Frau getötet und zwei weitere schwer verletzt. Seelsorger kümmern sich um die Betroffenen. Der WDR nimmt den Vorfall zum Anlass, auf Studien über Gewalt unter Heimbewohnern hinzuweisen.

Demnach sind Übergriffe keine Seltenheit. Für eine Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) und der Deutschen Hochschule der Polizei wurden 2020 mehr als 1.300 Beschäftigte aus 73 Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen befragt. 69 Prozent hatten innerhalb von vier Wochen Aggressionen zwischen Bewohnern beobachtet, zehn Prozent berichteten von sexueller Gewalt. Eine weitere ZQP-Befragung unter Leitungskräften bestätigte 2023, dass Gewalt zwischen Bewohnern ein verbreitetes Problem ist.

Der WDR berichtet auch über Möglichkeiten der Prävention. Die Caritas Münster etwa setzt auf Gewaltschutzkonzepte, die den Umgang mit auffälligem Verhalten, Maßnahmen bei Eskalationen und die Nachbereitung von Vorfällen regeln. Doch häufig fehlt dafür qualifiziertes Personal. In der ZQP-Befragung von 2023 bezeichneten 73 Prozent der Führungskräfte die Suche nach entsprechend geschulten Mitarbeitern als schwierig.