Altenpflegegehalt laut Job-Portal Stepstone bei 53.000 Euro
Vollzeitbeschäftigte in der Altenpflege verdienen laut Stellenportal Stepstone im Median 53.000 Euro im Jahr. Der Mittelwert für ausgebildete Altenpfleger beträgt 55.500 Euro, für Pflegehilfskräfte 42.750 Euro. Der Gehaltsreport 2026 zeigt deutliche Unterschiede je nach Berufserfahrung, Unternehmensgröße und Region. So steigt das Einkommen mit den Jahren deutlich.
Jens Schünemann
Pflegefachkräfte mit 25 Jahren Berufserfahrung können mit 58.000 Euro jährlich rechnen
Wer erst ein bis zwei Jahre im Beruf ist, erhält laut Stepstone Gehaltsreport 2026 im Median 47.250 Euro jährlich. Bei elf bis 25 Jahren Berufserfahrung steigt das Gehalt auf 56.000 Euro, bei mehr als 25 Jahren auf 58.000 Euro. Median ist der Wert, der genau in der Mitte liegt.
Auch die Unternehmensgröße wirkt sich aus. In Betrieben mit bis zu 50 Beschäftigten liegt das Median-Gehalt bei 49.750 Euro. In großen Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern steigt es auf 56.000 Euro.
Regional verdienen Altenpfleger in Hamburg mit 54.750 Euro am meisten, dicht gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 54.000 Euro. Am niedrigsten liegt das Median-Gehalt in Sachsen-Anhalt mit 48.750 Euro.
Personalverantwortung wirkt sich nur geringfügig aus
Der bereinigte Gender-Pay-Gap fällt vergleichsweise gering aus. Bei gleichen Voraussetzungen verdienen Frauen laut Stepstone im Schnitt 1,4 Prozent weniger als Männer.
Unterschiede zeigen sich auch bei Führungsaufgaben. Beschäftigte mit Personalverantwortung verdienen im Median 54.000 Euro, ohne Führungsrolle sind es 51.250 Euro. Der Abstand erklärt sich unter anderem dadurch, dass Führungskräfte häufiger zu regulären Tageszeiten arbeiten und weniger Schichtzulagen erhalten.
Für den Report hat Stepstone mehr als 1,3 Millionen Gehaltsdaten aus den Jahren 2022 bis 2025 ausgewertet, einschließlich Prämien und Zuschlägen. Berücksichtigt wurden ausschließlich Vollzeitbeschäftigte; rund 27 Prozent der Datensätze stammen von Beschäftigten mit Personalverantwortung.
Unklar, wie viele Fachkraftdaten eingeflossen sind
Seit dem Gehaltsreport 2026 nutzt Stepstone zudem die offizielle Klassifikation der Berufe, die auch für Arbeitsmarktstatistiken verwendet wird. Unklar bleibt allerdings, wie viele der ausgewerteten Altenpfleger eine dreijährige Ausbildung haben und wie viele als Hilfskräfte tätig sind. Dadurch könnten die tatsächlichen Median-Gehälter für ausgebildete Fachkräfte – insbesondere beim Vergleich zwischen den Bundesländern – etwas höher liegen.