Grüne fordern besseren Krisenschutz für Pflegeeinrichtungen
Stromausfälle, Hochwasser oder Hitzewellen: Die Grünen im Bundestag wollen Pflegeeinrichtungen und ambulante Dienste besser auf Krisen vorbereiten. Anlass sind unter anderem Erfahrungen aus dem Berliner Stromausfall Anfang des Jahres, bei dem zwei Pflegeeinrichtungen evakuiert werden mussten. In einem Antrag fordert die Fraktion verbindliche Vorsorgekonzepte, bessere technische Ausstattung und eine gesicherte Finanzierung der Krisenvorsorge.
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Von dem großflächigen Stromausfall im Süden Berlins Anfang des Jahres waren zeitweise Dutzende Pflegeheime betroffen
Die Bundestagsfraktion der Grünen drängt auf mehr Krisenresilienz in der Pflege. Pflegebedürftige Menschen seien bei Stromausfällen, Extremwetterlagen, Pandemien oder Ausfällen der Kommunikationsinfrastruktur besonders gefährdet, heißt es in einem aktuellen Antrag.
Die Bundesregierung sollte deshalb einen Plan zur Stärkung der Krisenvorsorge in stationären Einrichtungen, der ambulanten Pflege und der Eingliederungshilfe vorlegen, sagt die Grünen-Fraktion. Sie fordert unter anderem Finanzierungsmöglichkeiten für Notfalltechnik, Schulungen, Übungen und professionelles Krisenmanagement.
Wie relevant das Thema ist, zeigte Anfang Januar der großflächige Stromausfall im Süden Berlins. Zeitweise waren Dutzende Pflegeheime betroffen, zwei Einrichtungen mussten evakuiert werden. Branchenverbände warnten damals vor der hohen Abhängigkeit vieler Pflegeheime von einer funktionierenden Energieversorgung und forderten eine bessere Refinanzierung etwa von Notstromanlagen und weiteren Vorkehrungen.