Mehrheit zweifelt an ausreichender Pflege im Alter
Die Sorge um die eigene Pflege im Alter wächst. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Sozialverbands VdK hält nur rund ein Drittel der Menschen in Deutschland eine angemessene Versorgung im Pflegefall für wahrscheinlich. Mehr als die Hälfte geht davon aus, künftig eher nicht ausreichend gepflegt zu werden. Gleichzeitig erwarten 82 Prozent der Befragten, dass vor allem der Staat die Verantwortung für eine funktionierende Pflege übernimmt.
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Mehr als die Hälfte der Deutschen glaubt nicht daran, im Alter ausreichend gepflegt zu werden
Nur 30 Prozent der Befragten halten es für wahrscheinlich, im Pflegefall ausreichend versorgt zu werden. 35 Prozent halten eine angemessene Pflege für eher unwahrscheinlich und 20 Prozent sogar für sehr unwahrscheinlich. 25 Prozent bewerten eine ausreichende Versorgung als eher wahrscheinlich, lediglich fünf Prozent als sehr wahrscheinlich. 14 Prozent antworteten mit "weiß nicht". Damit glaubt mehr als die Hälfte der Bevölkerung, dass ihre Pflege im Alter eher nicht gewährleistet sein wird.
Die Befragten sehen vor allem den Staat in der Pflicht, eine verlässliche Versorgung sicherzustellen. Insgesamt 82 Prozent schreiben ihm eine große oder sehr große Verantwortung zu. 44 Prozent sehen eine sehr große Verantwortung, weitere 38 Prozent eine eher große. Auch individuelle Vorsorge und familiäre Unterstützung werden als relevant angesehen. 72 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass jede Person selbst dafür verantwortlich ist, für die eigene Pflege vorzusorgen. 59 Prozent nennen Familie oder Angehörige.