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11. Juni 2026 | 15:19 Uhr
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Pflegemarkt weiterhin attraktiv für Investoren

Nach einer Analyse der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC) hat es 2025 in Deutschland 79 Transaktionen gegeben – etwas weniger als im Rekordjahr 2024 mit 86 Verkäufen. Auffällig: 30 Transaktionen gingen auf Insolvenzen zurück. Private-Equity-Investoren waren an 27 Übernahmen beteiligt und damit an gut einem Drittel aller Transaktionen. Außerdem in der PwC-Übersicht: die vier wichtigsten Übernahmen des vergangenen Jahres.

Kaufinteresse zeigten Investoren vor allem an Pflegediensten und außerklinischer Intensivpflege, weniger an Pflegeheimen 

Während Finanzinvestoren bei stationären Pflegeheimen weiter zurückhaltend agierten, zeigten sie sich in der ambulanten Pflege und vor allem in der außerklinischen Intensivpflege aktiver. Für 2026 erwartet PwC eine anhaltende Marktkonsolidierung.

Die wichtigsten Transaktionen 2025

  • Die insolvente Argentum Pflege Gruppe mit 22 Einrichtungen, rund 1.600 Mitarbeitern und 2.000 Pflegekunden ging an Lafayette Mittelstand Capital.
  • Die Opseo-Gruppe übernahm die insolvente CCC-Intensivpflege-Gruppe mit 600 Mitarbeitern sowie den Intensivpflegeanbieter Lebenswert mit 450 Mitarbeitern.
  • Der belgische Finanzinvestor Gimv stieg bei der Ambulantis-Gruppe mit rund 500 Mitarbeitern ein.
  • Nach der Insolvenz von Kenbi übernahm die Pflegewerk-Gruppe 29 Standorte mit 470 Mitarbeitern. Weitere 13 Standorte mit 240 Mitarbeitern gingen an die Pflegeunion Düsseldorf und Lebensblick Mobile Pflege.

Zahl der Übernahmen von Pflegeimmobilien stark gestiegen

Pflegeimmobilien stellten 2025 mit rund 65 Prozent weiterhin das wichtigste Segment im Healthcare-Investmentmarkt dar. Das Transaktionsvolumen stieg gegenüber 2024 deutlich an, blieb aber unter dem langjährigen Durchschnitt. Die Spitzenrenditen entwickelten sich stabil. Als größtes Risiko gilt weiterhin die wirtschaftliche Lage vieler Betreiber. Fachkräftemangel, hohe Personal- und Energiekosten sowie nur begrenzt refinanzierbare Ausgaben bremsen den Markt. PwC rechnet aber auch in diesem Jahr mit leicht steigender Bereitschaft für Investments.