Auch im ersten Halbjahr 2026 waren Pflegeheime die wichtigste Anlageklasse auf dem Markt für Gesundheitsimmobilien. Laut CBRE entfielen 781 Millionen Euro, mehr als die Hälfte des gesamten Transaktionsvolumens, auf diese Kategorie. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum legte der Gesamtmarkt um 48 Prozent zu.
Damit setzt sich die Erholung nach der Zinswende fort, so CBRE. Während auch Ärztehäuser stärker gefragt waren, blieb das Segment Seniorenwohnen hinter dem Vorjahr zurück. Für zusätzliche Marktimpulse sorgten Verkäufe von Kliniken und Rehakliniken, wobei ein Teil der Objekte für eine andere Nutzung vorgesehen ist.
Die Spitzenrendite für Pflegeheime stieg von zuletzt 5,25 auf 5,5 Prozent leicht an. Diese beschreibt die laufende jährliche Verzinsung, die Investoren mit hochwertigen Objekten erzielen können.
CBRE erwartet trotz der Unsicherheiten rund um die angekündigten Gesundheits- und Pflegereformen für die zweite Jahreshälfte eine stabile Nachfrage. Der demografische Wandel und der steigende Pflegebedarf machen Pflegeheime aus Sicht des Unternehmens weiterhin zu einer attraktiven Anlageklasse. Institutionelle und internationale Investoren zeigen unverändert großes Interesse, allerdings sind größere Gelegenheiten für Investments knapp.
