44-jährige Mutter von fünf Kindern startet als Azubi durch
Daniela Spura ist eine ungewöhnliche Auszubildende: Mit 44 Jahren, fünf Kindern und einem fordernden Job in der Pflege stellt sie sich einer großen Herausforderung. Sie will Pflegefachkraft werden. "Ich habe noch mehr als 20 Jahre Berufsjahre vor mir. Ich möchte mich weiterentwickeln", sagt sie. Durch eine Förderung kann sie sich die dreijährige Ausbildungszeit auch finanziell leisten.

Diakonieverein e.V.
Gratulation zum Ausbildungsbeginn, von links: Martin Schenkenberger, Bereichsleiter Altenhilfe, mit Azubi Daniela Spura, Praxisanleiterin Sophia Baer und Katja Schneider, Pflegedienstleiterin in der Sozialstation Zörbig
Ursprünglich war Daniela Spura Kinderpflegehelferin. "Dann kamen meine Kinder dazwischen..." Als sie Mutter wurde und einige Zeit aus dem Beruf ausgestiegen war, wollte sie neu starten. Seit vier Jahren ist nun als Pflegehilfskraft in der Sozialstation Zörbig tätig, die zum Diakonieverein Bitterfeld-Wolfen-Gräfenhainichen in Sachsen-Anhalt gehört. Dort macht sie nun auch ihre Ausbildung und wird von ihrem Arbeitgeber, der Diakonie Soziale Dienste, bestmöglich unterstützt.
"Die Ausbildung läuft die vollen drei Jahre“, erklärt Patricia Metz, die kaufmännische Vorständin der Einrichtung. "Daher bekommt Frau Spura zum Ausbildungsentgelt auch einen Teil des Gehaltes weitergezahlt, da sie teilweise noch reguläre Pflegeeinsätze entsprechend ihrer aktuellen Qualifikation fährt. Hier gibt es eine Förderung von der Arbeitsagentur im Zuge eines Förderprogrammes."
Pascal Brückmann