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21. September 2022 | 07:00 Uhr
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Mailen

Im Pflegeheim ist Zufriedenheit der Mitarbeiter wichtig

Geld ist wichtig, wichtiger ist für viele Mitarbeiter in der Pflege allerdings Zufriedenheit. Doch wie sorgen Unternehmen für Zufriedenheit, wenn durch Corona und Fachkräftemangel die Nerven blank liegen? Dr. Susanne Sünderkamp, Geschäftsführerin der nordrhein-westfälischen Altenheime St. Augustinus Nordwalde, St. Gertrudenstift Greven und Haus Marienfried in Reckenfeld, erklärt, worauf es ankommt.

Pflegekraft Foto iStock Halfpoint

Die Zufriedenheit der Mitarbeiter kann kaum überschätzt werden

Für Mitarbeiter in der Pflege spielt Geld nicht die einzige Rolle, erzählt die 43-Jährige. Andere Fragen seien ebenso wichtig: Kriege ich eine Arbeitsplatzsicherheit, kommt das Geld zuverlässig, habe ich ein gutes Team, werde ich mit meinen Sorgen, Ängsten, Nöten aufgefangen? Und: welche Arbeitszeiten habe ich? Gibt es Vorgesetzte, mit denen ich gut reden kann? Das ist bei einem so fordernden Beruf wie der Pflege sehr wichtig. „Und es ist ein Job, der viel zurückgibt: Dank von den Angehörigen und den Bewohnern“, sagt Susanne Sünderkamp im Interview mit der Münsterschen Zeitung.

Ganz wichtig sei es für Arbeitgeber, den Mitarbeitern zuzuhören, um die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu erhöhen. Welche Sorgen gibt es? Welche Vorschläge gibt es? Es muss sichtbar werden, dass man dieses aufnimmt und umsetzt, soweit es möglich ist. „Wir haben in diesem Jahr viele Kontakte zu jungen Menschen aufgenommen, zum Beispiel bei Berufsmessen. Wir haben uns informativ verbessert. Auf unserer Webseite sieht man Gesichter und weiß, wer ansprechbar ist. Außerdem haben wir in jedem Haus eine gewählte Mitarbeitervertretung. Uns ist es wichtig, sich zu diesen Gremien zu bekennen und sie aktiv zu unterstützen. Ich treffe in der Regel jede Mitarbeitervertretung einmal monatlich“, fasst sie die Maßnahmen zusammen.

Kritik, dass Mitarbeitervertretungen Störfaktoren seien, weist sie zurück. Es könne herausfordernd und anstrengend sein, aber die Gremien seien eben auch konstruktiv und ein wichtiges Mittel, um den Austausch mit den Mitarbeitern zu verbessern. „Die müssen doch wissen, wo steht das Unternehmen, was ist wichtig, was wird gerade gemacht“, so Sünderkamp.

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