Caru

Tägliche News für das Management von Pflege und Wohnen im Alter

18. Februar 2024 | 20:43 Uhr
Teilen
Mailen

Mit der rehabilitativen Altenpflege zurück in Leben

"Eines Tages kann ich das wieder selbst!" Dieser Satz eines Bewohners des Altenheims Haus Ruhrblick in Mülheim zeigt, dass auch Menschen mit Handicaps und motorischen Schwierigkeiten sich immer wieder neue Ziele setzen können und sollten. Im Rahmen der rehabilitativen Altenpflege, ein spezielles Pflege- und Therapiekonzept, arbeiten sich die Alten mit Bewegung zurück ins Leben.

Haus Ruhrgarten Rehabilitative Pflege.jpg

Im Haus Ruhrgarten steht die Rehabilitation der Bewohner an erster Stelle

Anzeige
GVS

CareLive – Ganz nah am Menschen

Eine überzeugend leistungsstarke Software.
Das Ziel: Pflegepersonal entlasten, Prozesse einfacher machen, Zeit und Kosten sparen. Komplette Versorgung und Rezepterfassung in einem Tool. Administration, Bestellung und Controlling auf einen Blick. Mehr erfahren

Für jeden Bewohner werde die größtmögliche Lebensqualität, Selbstbestimmung und Aktivierung noch vorhandener Ressourcen angestrebt, lautet das Credo der Initiatoren. Seit dem Sommer 2022 wird dieses Pflegemodell in einem Projekt gemeinsam mit der AOK Rheinland/Hamburg und weiteren Partnern bundesweit erprobt.

Zwei der zwölf Einrichtungen, die die therapeutisch-rehabilitative Pflege bereits eingeführt haben, befinden sich in Mülheim an der Ruhr. Denn dort wurde dieses besondere Pflegemodell unter Federführung des ehemaligen geschäftsführenden Pflegedienstleiters Oskar Dierbach in der Evangelischen Altenhilfe Mülheim entwickelt. 

Dabei geht es um eine Pflege, bei der in enger Zusammenarbeit aller Berufsgruppen Therapie und Rehabilitation im Vordergrund stehen. Sie ermöglicht den Bewohnern eigene Ressourcen zu aktivieren, Lebensqualität und Lebensmut zurückzugewinnen sowie in einigen Fällen auch die Rückkehr nach Hause.

Auch in der stationären Dauerpflege kommt das Konzept zur Anwendung

Der Ansatz kommt nicht nur nach Akuterkrankungen wie z.B. Schlaganfall, Herzinfarkt, Sturz oder einem längeren Krankenhausaufenthalt zum Tragen. Auch in der stationären Dauerpflege soll den einzelnen Menschen so mehr Selbstständigkeit, Selbstbestimmung und gesteigerte Lebensqualität ermöglicht werden. 

Entscheidend für den Erfolg des therapeutisch-rehabilitativen Ansatzes sind Motivation und Kooperationsbereitschaft des Bewohners. Doch wird dieser Ehrgeiz durch die Therapeuten oder Altenpfleger geweckt, lassen sich mitunter wieder beachtliche Kräfte entfalten. 

Das Projekt Therapeutische Pflege mit rehabilitativen Anteilen wird noch mindestens bis zum Jahr 2025 praktiziert und evaluiert. Das öffentliche Interesse daran ist groß. Gerade erst hat das ZDF in der Sendung Plan B einen Bericht (ab Minute 05:40) über die Arbeit im Haus Ruhrblick unter dem Titel "Frischer Wind im Pflegeheim" zur Ausstrahlung gebracht.

Pascal Brückmann

Newsletter kostenlos bestellen

Ja, ich möchte den Newsletter täglich lesen. Ich erhalte ihn kostenfrei und kann der Bestellung jederzeit formlos widersprechen. Meine E-Mail-Adresse wird ausschließlich zum Versand des Newsletters und zur Erfolgsmessung genutzt und nicht an Dritte weitergegeben. Damit bin ich einverstanden und akzeptiere die Datenschutzerklärung.

Anzeige Igefa