Whitepaper mit Ratschlägen zu Schluckstörungen
Schluckstörungen betreffen laut eines neuen Reports des Catering-Unternehmens Apetito rund 50 Prozent der Bewohner in Pflegeheimen. Doch nur etwas mehr als die Hälfte der Pflegekräfte kennt die Handlungsempfehlungen zu diesem verbreiteten Problem. In dem kostenlosen Papier "Besser essen – sicher versorgt" finden sich zahlreiche Hinweise, worauf genau zu achten ist. Außerdem kommen Experten der Charité und der Deutschen Schlaganfall-Hilfe zu Worte.
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Bei passierter und flüssiger Kost sollten Pflegeeinrichtungen mit internationalen Standards für Konsistenzstufen arbeiten, fordern Experten
Die Experten fordern mehr Schulungen in Pflegeeinrichtungen und plädieren dafür, internationalen Standards für Konsistenzstufen von Speisen und Getränken in der Praxis zu verankern. Einheitlichen Konsistenzstufen von Lebensmitteln – von dünnflüssig bis normale Kost – ermöglichten eine sichere Ernährung und könnten schwerwiegende Komplikationen durch Verschlucken verhindern. Und vor allem: den Betroffenen wieder mehr Freude am Essen bescheren.
Das Whitepaper beleuchtet auch die strukturellen Probleme der Ernährungsversorgung in Pflegeheimen und kritisiert die zersplitterten Zuständigkeiten zwischen Pflegekassen, Ländern und Kommunen. Ernährung müsse stärker als pflegerische und präventive Leistung anerkannt werden, heißt es.
Die Vorteile von "Essen auf Rädern"
Im Kapitel zur häuslichen Pflege lässt es sich der Caterer nicht nehmen, auf eine durchaus bemerkenswerte Zahl zum "Essen auf Rädern" hinzuweisen: Studien hätten gezeigt, so heißt es, dass Mahlzeitendienste Notaufnahme-Besuche von durchschnittlich 5,03 auf 1,45 pro Jahr reduzierten. Wer täglich Essen auf Rädern erhalte, berichte auch viel seltener über Einsamkeitsgefühle als derjenige, der sich seine Mahlzeiten selbst zubereite oder Vorgekochtes aufwärme.