Heimstiftung-Chefin Eckardt – Frau mit sozialem Gewissen
Die Altenpflege liegt ihr im Blut, könnte man über die neue Chefin der Evangelischen Heimstiftung sagen: Es begann mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr in Israel, gerade einmal 30, stieg Elke Eckardt dann dort ein, wo sie heute noch arbeitet. Soziale, oder besser globale Gerechtigkeit ist ihr Thema. Das geht aus ihren Antworten im Fragebogen "Persönlich" hervor – und lässt sie immer wieder weit über die Grenzen von Baden-Württemberg hinauskommen.
EHS
Elke Eckardt liebt Musik und selbstgemachte Maultaschen
Was war Ihr Traumberuf als Kind?
Ärztin in einem Lepra-Krankenhaus in Indien.
Wie sind Sie in die Altenpflege gekommen?
Für mein freiwilliges soziales Jahr war ich in Israel in einem Alten- und Pflegeheim und habe dort auf der sogenannten Krankenstation gearbeitet.
Was lieben Sie an Ihrem Job?
Aktion statt Reaktion! Positive Veränderungen für Mitarbeitende und Kunden aktiv zu gestalten und nicht von außen, zum Beispiel durch den Gesetzgeber, zu Veränderungen gezwungen zu werden.
Was nervt Sie am meisten?
Mangelnder Mut, mangelnde Weitsicht und mangelndes Vertrauen.
Ein Jahr Auszeit – was würden Sie machen?
In Tansania in den Projekten mitarbeiten, die mein Mann und ich durch die Eileen-Mezger-Stiftung fördern.
Wie schalten Sie ab?
Zeit mit der Familie, Zeit im Garten und Zeit mit Musik.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Ich liebe die Bücher von Bernhard Schlink, sowohl seine Krimis als auch die Sachbücher. Und deshalb lese ich gerade sein neustes Buch "Gerechtigkeit".
Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
Keinen Film, sondern eine Liveübertragung aus der Met, der Metropolitan Opera, von "Il Barbiere di Siviglia" von Gioachino Rossini.
Ihr Lieblingsessen?
Schwäbische Maultaschen – von meinem Mann selbstgemacht.
Wohin geht’s im nächsten Urlaub?
Ins Chiemgau zum Wandern und Fahrradfahren.
Wen würden Sie gerne mal treffen und warum?
Den Sozialminister Baden-Württembergs in spe, um ihm vermitteln zu können, was gute Pflege ist und welche Rahmenbedingungen es dafür braucht. Wenn das nicht klappt, dann Pippi Langstrumpf – denn sie "macht die Welt, widewide wie sie mir gefällt".
Wie und wo wollen Sie alt werden?
Möglichst lange selbstbestimmt, gemeinsam mit meinem Mann im Pflegewohnen der Evangelischen Heimstiftung.
Elke Eckardt ist seit Jahresbeginn CEO der Evangelischen Heimstiftung (EHS), dem größten Pflegeanbieter in Baden-Württemberg. Die Betriebswirtin und Theologin arbeitet seit 1999 in unterschiedlichen Leitungsfunktionen für die EHS. Sie ist verheiratet, 57 Jahre alt, evangelisch und lebt mit ihrem Mann in der Nähe von Stuttgart.