Diakonie Altenhilfe Bremerhaven ist insolvent
Das Amtsgericht Bremerhaven hat für die Diakonie Altenhilfe Bremerhaven gGmbH die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Betroffen sind das Elisabeth-Haus und das Jacobi-Haus in der Nordseestadt. Der Betrieb läuft weiter, die Versorgung der Bewohner ist gesichert. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde Christian Kaufmann von der Kanzlei Pluta eingesetzt.
Jens Schünemann
Der Verwaltungsrat ist zuversichtlich, dass die Diakonie Altenhilfe Bremerhaven aus der Insolvenz herausfindet und bestehen bleibt
Die mehr als 120 Mitarbeiter erhalten weiter ihr Gehalt, das über das Insolvenzgeld abgesichert ist. Ursachen der wirtschaftlichen Schieflage seien vor allem der anhaltende Fachkräftemangel und die stark gestiegene Personalkosten, heißt es aus dem Verwaltungsrat. Durch Leiharbeit und teilweise Bettensperren seien die Einnahmen gesunken.
Die Vorsitzende Susanne Wendorf-von Blumröder spricht von einem wirtschaftlich alternativlosen Schritt. Mit dem frühen Antrag möchte sie die Sanierung und Fortführung der beiden Pflegeeinrichtungen sichern: "Ein rechtzeitig gestellter Insolvenzantrag bedeutet für die Einrichtungen die beste Chance auf Fortführung, da wir dem Insolvenzverwalter so sehr viel mehr Spielraum an die Hand geben können, die Einrichtungen zu sanieren."