Tägliche News für das Management von Pflege und Wohnen im Alter

15. Januar 2026 | 07:00 Uhr
Teilen
Mailen

Verband fordert Reform für Pflege-WGs in Bayern

Bayern fördert neue Pflegeplätze mit Millionenbeträgen – doch für ambulant betreute Wohngemeinschaften sieht der Verband der kommunalen Pflegeanbieter BKSB erhebliche rechtliche Hürden. Der Verband fordert eine Reform des bayerischen Heimrechts. Die aktuellen Vorgaben passten nicht zur Praxis und bremsten gerade in kleinen Kommunen den Ausbau wohnortnaher Angebote.

Seniorenwohnen Demenz WG iStock PIKSEL.jpg

In Pflege-WGs sollte es eine verbindliche Betreuung rund um die Uhr geben, fordert der BKSB unter anderem

Der Freistaat Bayern hat 2025 den Ausbau von Pflegeplätzen kräftig unterstützt. Allein über das Programm "Pflege im sozialen Nahraum" flossen rund 63 Millionen Euro in neue Projekte, lobt der BKSB. Doch er kritisiert, dass die finanzielle Förderung nicht ausreiche, um die Versorgung zukunftsfest aufzustellen. 

Besonders die ordnungsrechtlichen Rahmenbedingungen für ambulant betreute Wohngemeinschaften würden die Versorgung älterer Menschen erschweren, vor allem in kleineren Gemeinden ohne große Pflegeheime. Das geltende Pflege- und Wohnqualitätsgesetz werde der Versorgungsrealität nicht gerecht.

Der BKSB fordert unter anderem, die Unterscheidung zwischen träger- und selbstgesteuerten Wohngemeinschaften aufzugeben, mehr Wohngemeinschaften pro Gebäude zuzulassen und die Rolle der Bewohnervertretung rechtlich zu stärken. Auch eine verbindliche Betreuung rund um die Uhr sowie weniger Eingriffe der Heimaufsicht gehören zu den Kernforderungen. 

Newsletter kostenlos bestellen

Ja, ich möchte den Newsletter täglich lesen. Ich erhalte ihn kostenfrei und kann der Bestellung jederzeit formlos widersprechen. Meine E-Mail-Adresse wird ausschließlich zum Versand des Newsletters und zur Erfolgsmessung genutzt und nicht an Dritte weitergegeben. Damit bin ich einverstanden und akzeptiere die Datenschutzerklärung.