Trotz spürbarer Kostensteigerungen infolge der Inflation konnte die Gruppe ihre wirtschaftliche Basis stärken. "Wir blicken auf ein Jahr zurück, in dem wir unser Betriebsergebnis deutlich steigern konnten – und das trotz anhaltenden Inflations- und Kostendrucks", sagt Joachim Gengenbach, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung. Er spricht von Stabilität, wirtschaftlicher Stärke und strategischer Zielstrebigkeit, die das vergangene Jahr geprägt hätten.
Kerngeschäft Seniorenresidenzen
Das Kerngeschäft der Augustinum-Gruppe bilden die 23 Seniorenresidenzen, auf die rund drei Viertel des Konzernumsatzes entfallen. In ihnen lebten 2024 im Jahresdurchschnitt 7.500 Bewohner, rund 150 mehr als im Vorjahr. Die Nachfrage entwickelte sich positiv. In München-Neufriedenheim konnten zahlreiche grundsanierte Apartments neu vermietet werden. Auch in Bad Neuenahr standen nach den Hochwasserschäden sanierte Wohnungen wieder zur Verfügung.
Die pädagogischen Einrichtungen und die Klinik in München trugen rund ein Viertel zum Umsatz bei. Neben den Seniorenresidenzen betreibt das Augustinum zwei stationäre Pflegeeinrichtungen sowie eine Fachklinik für Innere Medizin mit Herzchirurgie in München und Einrichtungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit besonderem Förderbedarf. Ergänzt wird das Angebot durch regionale Dienste im Berchtesgadener Land.
Gengenbach sieht die Gruppe mit einer "soliden Kapitalstruktur, einer verlässlichen Liquiditätsbasis und einer starken operativen Performance" gut aufgestellt. Diese Faktoren bilden ein stabiles Fundament für die künftige Entwicklung. Die Zahl der Beschäftigten blieb mit knapp 6.000 nahezu konstant. Das Augustinum ist gemeinnützig und Mitglied der Diakonie Deutschland.
Thomas Hartung
