Aufgrund des Starkregens stieg der Wasserpegel der Zusam am Wochenende bedrohlich an. Am Nachmittag wurde zunächst die Zufahrtsstraße überflutet, sodass die Bewohner vorsorglich zusammen mit der örtlichen Feuerwehr vom Erdgeschoss ins Obergeschoss umgezogen wurden. Als im Laufe des Nachmittags die Stromversorgung im gesamten Ort ausfiel, wurden die Notstromversorgungssysteme aktiviert. Die Feuerwehr installierte zusätzliche Notstromaggregate und setzte weitere Sicherungsmaßnahmen um. Der Katastrophenschutz entschied jedoch, dass das Haus mit 56 Bewohnern evakuiert werden muss, was gegen Mitternacht umgesetzt wurde. Die Bewohner wurden in eine Notunterkunft nach Augsburg gebracht.
Kraftakt für die Bewohner, Rettungskräfte und Mitarbeiter
Da die Unterbringung in einer Notunterkunft nicht den Anforderungen für pflegebedürftige Menschen gerecht wird, begann Benevit bereits in der Nacht zum Sonntag, die Bewohner auf andere BeneVit-Einrichtungen zu verteilen. Das Team um Geschäftsführer Kaspar Pfister koordinierte vor Ort die Hilfe. Im Laufe des Sonntags konnten alle Bewohner in andere Benevit-Einrichtungen oder zu ihren Angehörigen gebracht werden. Glücklicherweise ist das Haus Zusamaue bisher trocken geblieben, die Stromversorgung funktioniert wieder. Sobald wieder Stabilität und Sicherheit eingetreten sind, können die Bewohner zurück ins Haus Zusamaue, heißt es.
Gleich zwei Pflegeheime mussten im Kreis Pfaffenhofen evakuiert werden, ebenso wurden laut Landkreis Ludwigsburg (Baden-Württemberg) am Montag zwei Pflegeheime in Steinheim an der Murr evakuiert. Mehr als 100 Bewohner der beiden Einrichtungenwurden wurden auf andere Heime verteilt. Auch ein nahe der Donau gelegenes Alten- und Pflegeheim im schwäbischen Lauingen wurde wegen des Hochwassers geräumt.
Pascal Brückmann
