"Die pflegerische Versorgung im Land ist ohne Fachkräfte aus dem Ausland nicht mehr machbar", sagt Mathias Steinbuck, Landeschef des BPA. Bisher mussten Einrichtungen die teils hohen Anwerbekosten komplett selbst tragen. Jetzt bekommen sie Planungssicherheit. Die Refinanzierung sei nicht nur fair, sondern auch überfällig, schließlich profitiere die gesamte Gesellschaft davon, dass Pflegeplätze besetzt werden können.
Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt ein großes Problem bestehen: Der Anerkennungsprozess dauert laut BPA im Schnitt 500 Tage. "Die Refinanzierung hilft nur begrenzt, wenn wir weiter so lange auf arbeitsfähige Pflegekräfte warten müssen", sagt Steinbuck. Er fordert eine zügigere Visavergabe sowie rechtliche Anpassungen auf Bundesebene. Beispielsweise sollte es die Möglichkeit geben, gut qualifizierte Fachkräfte sofort einzusetzen, wenn sie ihre Sprachkenntnisse nachweisen können.
Die Regelung in Schleswig-Holstein könnte als Vorbild für andere Bundesländer dienen. Für Träger schafft sie einen Anreiz, internationale Fachkräfte gezielt zu rekrutieren, ohne dass ein unkalkulierbares Kostenrisiko entsteht.
