Was verwirrt und Angst macht:
- Widerspruch und Korrekturen, auch gut gemeinte
- mehrere Informationen oder Fragen auf einmal
- lautes, schnelles oder hektisches Sprechen
- plötzliche Veränderungen im Tagesablauf ohne Ankündigung
- Fragen, die Erinnerung voraussetzen: "Weißt du noch, damals…?"
Was Sicherheit gibt:
- Eine ruhige, gleichmäßige Stimme – Tonlage und Tempo zählen mehr als der Inhalt
- Blickkontakt auf Augenhöhe: im Zweifel hinsetzen
- Körperkontakt: eine Hand halten, eine Schulter berühren
- denselben Satz ruhig wiederholen – möglichst in denselben Worten
Tonfall ist alles, besonders im späteren Verlauf
Im fortgeschrittenen Stadium verliert Sprache viel von ihrer inhaltlichen Bedeutung. Was Demenzkranke dann noch aufnehmen, ist vor allem der Klang: Ist die Person, die mit mir spricht, ruhig oder aufgewühlt? Fühlt sie sich sicher oder nervös? Betroffene werden umso sensibler für ihre Umgebung, Stimmungen und die Atmosphäre übertragen sich unmittelbar. Eine ruhige, warme Stimme kann in diesem Stadium mehr kommunizieren als ein präziser Satz.
