Mit fortschreitender Demenz werden lange Sätze zur Überforderung. Eine Information pro Satz ist die Faustregel, sagt Peter Blassnigg, der früher in der direkten Pflege gearbeitet hat. Offene Fragen sollten vermieden werden: Statt "Wie geht es dir?" eignet sich eher "Geht es dir gut?". Auch Entscheidungsfragen sollten dosiert werden. Statt "Was möchtest du heute Mittag essen, ich könnte Suppe machen oder wärst du lieber für etwas Leichteres?" reicht: "Möchtest du Suppe oder einen Salat?"
Pflegekräfte und Angehörige sollten ihre Handlungen detailliert erklären. Aussagen wie "Ich räume jetzt den Tisch ab" oder "ich helfe dir jetzt in die Jacke" helfen, Betroffenen ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln.
Außerdem sollte man Veränderungen des Tagesablaufs vorab mehrmals ankündigen – Sätze wie "Heute kommt um 15 Uhr Besuch" können Demenzkranken Halt geben.
Je weiter die Erkrankung voranschreitet, desto mehr übernehmen Gesten – ein Glas Wasser hinhalten, auf den Stuhl zeigen, mit der Hand einladen – das, was über Worte nicht mehr verstanden wird.
