Nonnenkloster gründet Pflegedienst in Rüdesheim
Die Abtei St. Hildegard in Rüdesheim am Rhein steigt in die ambulante Pflege ein. Gemeinsam mit der Beteiligungsgesellschaft Neue Humane Pflege von Geschäftsführer Ulrich Zerhusen (rechts) – vielen auch als Pflegemarketing-Experte und Speaker bekannt – gründet das Kloster den Pflegedienst St. Hildegard. Er soll künftig sowohl pflegebedürftige Ordensschwestern als auch Menschen in der Region versorgen. Für den Aufbau sucht der neue Dienst Personal in allen Bereichen.
Marco Renzing
Die Gründerinnen Raphaela Brüggenthies (l.) und Katharina Drouvé (2.v.l.) mit Ulrich Zerhusen
Der neue Pflegedienst entsteht im Zuge der Neuausrichtung der Abtei St. Hildegard. Die Benediktinerinnen wollen damit zunächst die pflegerische Versorgung ihrer älteren und pflegebedürftigen Mitschwestern sichern, das ambulante Angebot aber zugleich für Menschen außerhalb des Klosters öffnen.
Partner ist die Neue Humane Pflege. Die Beteiligungsgesellschaft, 2025 von Ulrich Zerhusen und Stephan Kohorst in Dortmund gegründet, investiert vor allem in inhabergeführte Pflegeunternehmen. Neben Nachfolgelösungen hat sie sich auf Pflege- und Wohnkonzepte für Klöster und Ordensgemeinschaften spezialisiert.
Die Gründung des Pflegedienstes ist zugleich Teil eines größeren Umbaus der Abtei. Das denkmalgeschützte Klostergelände soll schrittweise auch für andere Nutzungen geöffnet werden. Es gibt schon einen Klosterladen und ein integratives Café. Das Vorhaben wird als Pilotprojekt über das Bundesprogramm "Nationale Projekte des Städtebaus" sowie von der Stadt Rüdesheim unterstützt.
Wann der Pflegedienst St. Hildegard seinen Betrieb aufnehmen soll, steht offenbar noch nicht fest.