BPA moniert "Datenchaos" bei Bremer Pflegeaufsicht
"In den Berichten der Aufsichtsbehörde sind erst nachträglich massive Fehler aufgefallen", sagt Norbert Grote (Foto), Landeschef des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (BPA). Die Bremische Wohn- und Betreuungsaufsicht habe die politischen Gremien der Hansestadt jahrelang mit falschen Zahlen informiert. Auf dieser Basis treffe die Bürgerschaft weitreichende Entscheidungen. "Das ist ein Skandal. Den Angaben der Wohn- und Betreuungsaufsicht kann die Politik offensichtlich nicht vertrauen", kritisiert Grote.
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BPA-Landeschef Norbert Grote hält das "Datenchaos" in Bremen für einen Skandal
Durch Forderungsmanagement finanzielle Engpässe vermeiden
Steigende Kosten, späte Zahlungen, stockende Abläufe: Pflegedienste arbeiten in einem Umfeld, das zunehmend von Kosten- und Zahlungsdruck geprägt ist. Ein Forderungsmanagement, das Transparenz schafft, Durchlaufzeiten verkürzt und dabei unterstützt, Zahlungseingänge zu steuern, wird daher immer wichtiger. So können Pflegeanbieter Liquiditätsengpässe vermeiden und handlungsfähig bleiben. Factoring kann dabei eine wichtige Rolle spielen. Care vor9
Die falschen Angaben wurden durch Korrekturen der Behörde in Dokumenten für die Bürgerschaft offensichtlich. So fanden 2018 anstelle der behaupteten 222 Prüfungen tatsächlich nur 116 Prüfungen statt. Und von 218 angegebenen anlassbezogenen Prüfungen fanden lediglich 112 statt. Laut BPA hatte die Behörde auch für die anderen Jahre teils um das Doppelte zu hohe Zahlen angegeben. "Es gab deutlich weniger Beschwerden als angegeben und es wurde deutlich weniger geprüft als behauptet. Mit einem solchen Datenchaos beschädigt die Behörde nicht nur sich selbst, sondern auch das Ansehen der Pflegeeinrichtungen", so Grote. Die Bürgerschaft müsse dringend klären, wie sie einen realistischen Überblick über die Arbeit der Behörde erhalten kann, schlussfolgert der Verband.