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22. November 2023 | 21:44 Uhr
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Careship schwärmt mit zertifizierten Alltagshelfern aus

Mit zertifizierten, festangestellten Alltagshelfern will das Berliner Unternehmen Careship bundesweit expandieren. Geschäftsführer Jonas Behrend (Foto) will damit eine Lücke zwischen der Unterstützung durch Familie und ambulanten Pflegediensten abdecken. Careship ist bisher eine reine Vermittlungsplattform von freiberuflichen Helfern und startet nach Insolvenz und Übernahme durch einen Investor mit dem zusätzlichen Angebot durch.

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Geschäftsführer Jonas Behrend will mit Careship Ambulant bundesweit expandieren

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"Wir sehen uns nicht als Konkurrenz zu ambulanten Pflegediensten, sondern eher als Partner", sagt Behrend. Schließlich dürften seine Alltagshelfer keine Pflegeleistungen erbringen. Allerdings könnte sie Aufgaben übernehmen, für die ambulante Pflegekräfte überqualifiziert und zu teuer sein. Kooperationen von Careship mit ambulanten Pflegediensten seien daher "ein nächster logischer Schritt".

Das neue Produkt heißt "Careship Ambulant". Dahinter stehen festangestellte und geschulte Alltagshilfen. Im Unterschied zu den vermittelten freien Helfern kann die Betreuung durch Careship Ambulant von der Pflegekasse erstattet werden. Dafür können Pflegebedürftige ab Pflegegrad 1 den Entlastungsbetrag nach SGB XI von 125 Euro pro Monat einsetzen. Careship Ambulant berechnet 34 Euro pro Stunde.

Die eigenen Alltagshelfer müssen eine Schulung durchlaufen und erhalten danach ein Zertifikat, das Voraussetzung für die Abrechnung mit der Pflegekasse ist, sagt Behrend. Bevor sie dann ausschwärmen, erhalten die Kunden zudem eine Pflegeberatung durch Pflegefachkräfte, die Bedürfnisse und Wünsche individuell erfassen und die Art der Betreuung.

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In Berlin ist Careship Ambulant bereits angelaufen. Dort betreuen derzeit 15 Alltagshelfer rund 40 Kunden. 60 weitere Kunden seien in der Pipeline, so Behrend. Auf Helferseite gebe es 200 Bewerber. Nach Berlin will er in Hamburg starten. Dort laufe die Zertifizierung bereits. Danach stehen Brandenburg und Sachsen auf seiner Liste. Behrend will alle drei Monate eine neue Stadt erschließen.

Carship war 2015 als reine Vermittlungsplattform für Alltagshelfer und -betreuer gestartet. Vor zwei Jahren mussten die Gründer allerdings Insolvenz anmelden. Anfang vergangenen Jahres übernahm der Berliner Finanzinvestor Inqbaker das Unternehmen. Seither ist Behrend als Geschäftsführer verantwortlich. Die Vermittlungsplattform Careship läuft weiter. Dort sind laut Behrend etwa 1.200 freie Helfer registriert und in 30 großen Städten aktiv.

Thomas Hartung

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