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1. Mai 2026 | 07:00 Uhr
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Caritas sieht Ungleichbehandlung bei Tarifrefinanzierung

Beim geplanten GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz sieht die Caritas eine klare Schieflage: Während Krankenhäuser Tarifsteigerungen teilweise refinanziert bekommen, sollen sie in der häuslichen Krankenpflege und Reha komplett unberücksichtigt bleiben. Die Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes, Eva Welskop-Deffaa, warnt vor Wettbewerbsnachteilen für tariftreue Anbieter und fordert Nachbesserungen im Gesetzgebungsverfahren.

 "Eine Gefährdung der Existenz gemeinnütziger tariftreuer Anbieter kann nicht gewollt sein", sagt Caritas-Präsidentin Welskop-Deffaa

ie Kritik am GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz reißt nicht ab. Der Deutscher Caritasverband hebt nun einen weiteren Punkt hervor: die aus seiner Sicht ungleiche Behandlung verschiedener Versorgungsbereiche bei der Refinanzierung von Tarifsteigerungen.

Während im Krankenhausbereich zumindest ein Teil der Tarifsteigerungen oberhalb der Grundlohnrate berücksichtigt werden soll – im Gespräch sind 50 Prozent–, gehen Einrichtungen der häuslichen Krankenpflege sowie Reha- und Vorsorgeeinrichtungen leer aus. Hier sollen Lohnsteigerungen oberhalb der Grundlohnrate künftig gar nicht mehr refinanziert werden.

Aus Sicht der Caritas gefährdet das insbesondere tariftreue Anbieter. "Es muss mindestens eine Regelung analog zu den Krankenhäusern geben", sagt  Welskop-Deffaa. "Eine Gefährdung der Existenz gemeinnütziger tariftreuer Anbieter kann nicht gewollt sein, wenn wir in einer alternden Gesellschaft gute Versorgung gerade in der eigenen Häuslichkeit stärken wollen und müssen.“

Die Caritas hat diese Forderung bereits in der Verbändeanhörung vorgebracht und will sie im parlamentarischen Verfahren weiter verfolgen. 

Kirsten Gaede

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