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1. November 2023 | 21:55 Uhr
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Durchschnittslöhne in der Pflege steigen auf 20,77 Euro

Seit 1. November gelten in Deutschland höhere Durchschnittslöhne in der Pflege. Nach dem vom GKV-Spitzenverband ermittelten Entlohnungsniveaus in der Langzeitpflege sind die durchschnittlichen Stundenlöhne über alle Qualifizierungen im Vergleich zum Vorjahr um etwa zwei Prozent auf 20,77 Euro gestiegen. Die Erhöhungen sind allerdings regional recht unterschiedlich, so Gernot Kiefer, stellvertretender GKV-Vorstandsvorsitzender (Foto).

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Für Gernot Kiefer, stellvertretender GKV-Vorstandsvorsitzender, sorgt die Tariftreue für eine faire Vergütung in der Pflege

Deutschlandweit betragen die neuen Durchschnittslöhne für Pflegehilfskräfte ohne Ausbildung im Schnitt zukünftig 17,53 Euro. Das sind knapp drei Prozent mehr als im Jahr 2022. Pflegeassistenzkräfte mit mindestens einjähriger Ausbildung erhalten 19,53 Euro, 2,5 Prozent mehr als bisher. Der neue Durchschnittslohn für Pflegefachkräfte beträgt 23,75 Euro, ein Plus von knapp 1,6 Prozent.

Der Blick auf die Bundesländer zeigt, dass je nach Region die Durchschnittslöhne zwischen circa 0,5 Prozent und 6,8 Prozent gestiegen sind. Am meisten zahlen Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen mit 21,30 Euro pro Stunde über alle Qualifikationen, am geringsten die die Durchschnittslöhne in Mecklenburg-Vorpommern mit 19,58 Euro.

"Die an die Tariflohnentwicklung gekoppelte Entlohnung in der Altenpflege hat sich etabliert", sagt GKV-Manager Kiefer. "Die neuen, höheren Durchschnittslöhne zeigen, dass sich die Pflegekräfte insgesamt auf eine faire Bezahlung verlassen können. Denn nur noch die Pflegeeinrichtungen, die sich an mindestens dieses Lohnniveau halten, erhalten eine Zulassung."

Die tarifliche Entlohnung in der Langzeitpflege existiert seit 2022. Danach können nur solche Pflegeeinrichtungen eine Zulassung bekommen, die entweder an Tarifverträge oder kirchliche Arbeitsvertragsrichtlinien gebunden sind oder sich an Tarifverträgen orientieren beziehungsweise das regional übliche Entlohnungsniveau in ihrem Bundesland zahlen.

Die neuen bundesweiten und regionalen Durchschnittslöhne sind ab sofort auf der Homepage des GKV-Spitzenverbandes veröffentlicht.

Thomas Hartung

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