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21. Juli 2026 | 07:00 Uhr
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Fast sieben Prozent mehr Gehalt für Altenpflegekräfte

Altenpflegefachkräfte haben 2025 im Mittel (Median) 4.438 Euro brutto im Monat verdient – fast sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Damit liegen ihre Gehälter inzwischen über dem Median aller Berufe, die nur eine Steigerung von fünf Prozent verbuchen konnten. Außerdem nähern sich die Gehälter in der Altenpflege immer mehr denen der Krankenpflege an, wo eine Fachkraft nur noch knapp 150 Euro mehr verdient, wie aus dem aktuellen Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht.

Mit 4.438 Euro liegt das Medianentgelt von Altenpflegefachkräften inzwischen 221 Euro über dem Median aller Berufe. Der liegt bei 4.217 Euro – einschließlich akademischer Berufe. Das Monatsgehalt in der Altenpflege ist 2025 im Mittel um 285 Euro beziehungsweise 6,9 Prozent gestiegen. 

Der Median beschreibt den mittleren Wert aller Gehälter: Die eine Hälfte der Beschäftigten verdient mehr, die andere weniger. Im Gegensatz zum Durchschnitt wird der Median nicht durch besonders hohe oder niedrige Einzelgehälter verzerrt und gilt deshalb als aussagekräftiger.

Auch der Abstand zur Krankenpflege ist inzwischen gering. Gesundheits- und Krankenpflegefachkräfte verdienen im Median 4.587 Euro brutto und damit lediglich 149 Euro mehr als Fachkräfte in der Altenpflege.

Einrichtungsleitungen verdienen fast 50 Prozent mehr als Fachkräfte 

Regional gibt es weiterhin Unterschiede. Am höchsten sind die Mediangehälter in Baden-Württemberg mit 4.614 Euro und in Hamburg mit 4.579 Euro. Am unteren Ende der Skala liegen Sachsen mit 4.188 Euro und Mecklenburg-Vorpommern mit 4.277 Euro. 

Pflegehilfskräfte kamen 2025 auf ein Medianentgelt von 3.335 Euro brutto im Monat. Einrichtungsleitungen verdienten mit 6.651 Euro rund 2.200 Euro mehr als Altenpflegefachkräfte. Dabei tragen sie zwar die Gesamtverantwortung für den Betrieb einer Einrichtung, arbeiten im Regelfall jedoch nicht im Schichtdienst und leisten deutlich seltener Nacht- oder Wochenenddienste.

Der Arbeitgeberverband des BPA, größte private Trägerorganisation der Altenpflegebranche, hebt hervor, dass die Mediangehälter von Altenpflegefachkräften seit 2015 um 74 Prozent gestiegen seien. "Diese Entwicklung darf die Bundesregierung mit ihren Reformplänen jetzt nicht aufs Spiel setzen. Wer einerseits gute Löhne in der Pflege fordert, andererseits aber deren verlässliche Refinanzierung infrage stellt, handelt widersprüchlich", so Präsident Rainer Brüderle. Vor allem dürften private Pflegeanbieter im Wettbewerb nicht benachteiligt werden, wie gerade im Beitragsstabilisierungsgesetz geschehen.

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