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20. Februar 2026 | 00:05 Uhr
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Immer mehr Pflegeanbieter sichern Liquidität über Factoring

Die Sozialfactoring GmbH steigerte ihr Ankaufsvolumen 2025 um 17 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Das Wachstum wurde durch höhere Volumina bei Bestandskunden sowie Neukunden getrieben. Dass sich immer mehr Träger für Sozialfactoring entscheiden, lässt sich als Hinweis auf das schleppende Zahlungsverhalten der Sozialkassen deuten. Denn durch Factoring, den Verkauf von Forderungen, werden Leistungserbringer "vor Liquiditätsengpässen geschützt", wie Sozialfactoring-Geschäftsführer Andreas Dehlzeit (Foto) sagt.

Bei Factoring handelt es sich um eine Vorfinanzierung, sagt Andreas Dehlzeit. Es ist nicht zu verwechseln mit "Inkasso", das erst bei überfälligen Forderungen greift

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Sozialfactoring betreut inzwischen mehr als 1.300 Kunden und beschäftigt über 70 Mitarbeiter. 2025 kamen mehr als 20 neue Beschäftigte hinzu. Factoring bedeutet: Pflegeeinrichtungen und ambulante Dienste verkaufen ihre Forderungen gegenüber Kranken- oder Pflegekassen an einen Finanzdienstleister. Statt mehrere Wochen auf den Zahlungseingang zu warten, erhalten sie den Großteil des Rechnungsbetrags innerhalb weniger Werktage.

Gerade vor dem Hintergrund steigender Löhne, hoher Sachkosten und Investitionsbedarfe gewinnt dieses Instrument an Bedeutung. Zwischen Abrechnung und Geldeingang vergehen oft mehrere Wochen. Verzögerungen treffen vor allem kleinere und mittlere Anbieter hart, weil Personalkosten monatlich anfallen.

Factoring ist von Inkasso-Instrumenten zu unterscheiden. Es handelt sich um eine Vorfinanzierung, Inkasso hingegen greift erst bei überfälligen Forderungen. Factoring setzt direkt nach Rechnungsstellung an und soll Engpässe vermeiden, bevor sie entstehen. Dehlzeit sagt, Factoring sei "präventiv" angelegt. Es gehe darum, Stabilität zu schaffen, nicht um den Einzug säumiger Forderungen. 

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