Langzeiterkrankungen treiben Fehlzeiten weiter nach oben
Beschäftigte waren 2025 im Schnitt 23,3 Tage krankgeschrieben – etwas weniger als im Vorjahr. Trotzdem bleiben die Fehlzeiten hoch. Nach einer Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (Wido) sind vor allem Langzeiterkrankungen von mehr als sechs Wochen ein zentraler Treiber der Ausfälle.
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Ausfälle wegen psychischer Erkrankungen wie Depression kommen immer häufiger vor
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Für die Analyse wertete das Wido Daten von rund 14,9 Millionen erwerbstätigen AOK-Versicherten aus. Zwar machen lange Erkrankungen von über sechs Wochen nur 3,3 Prozent der Krankheitsfälle aus, sie verursachen jedoch mehr als 40 Prozent aller Fehltage. Kurze Erkrankungen bis sieben Tage stellen dagegen 71 Prozent der Fälle, führen aber nur zu 23 Prozent der Ausfalltage.
Besonders stark zugenommen haben langfristige Fehlzeiten wegen psychischer Erkrankungen. Sie führen im Durchschnitt zu 28,5 Krankheitstagen pro Fall und zählen damit zu den längsten Ausfällen. Auch Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems bleiben ein wichtiger Faktor.
Kurzfristige Ausfälle vor allem wegen Atemwegserkrankungen
Kurzfristige Krankmeldungen werden seit der Einführung der elektronischen Krankschreibung (eAU) häufiger erfasst. Das zeigt sich vor allem bei akuten Atemwegserkrankungen, dem häufigsten Grund für kurze Ausfälle. Während 2019 nur bei 65 Prozent der entsprechenden Arztbesuche eine Krankschreibung übermittelt wurde, lag der Anteil 2024 bei rund 86 Prozent.
Im Jahresverlauf zeigen sich weiterhin deutliche Wellen: Die meisten Krankmeldungen treten im Winter und Frühjahr auf, wenn Atemwegserkrankungen zunehmen.